Serie der Woche: „Becoming Charlie“ – Staffel 1



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Da kann das ZDF zu Recht stolz sein, dass es als erster deutscher Sender eine Serie mit einer nonbinären Hauptfigur hat – weil es eine wirklich gute Serie ist. Kurz zwar (die sechs Folgen dauern je nur etwa eine Viertelstunde), aber nicht oberflächlich. Charlie kämpft mit vielen Problemen: einer kaufsüchtigen Mutter, einer fordernden Tante, einem stumpfen und dann gar keinem Job.

Vor allem aber weiß Charlie nicht, wer da im Spiegel eigentlich zu sehen ist: Eine Frau will sie nicht sein, als Mann sieht er sich aber auch nicht. Welches Pronomen passt für Charlie? Nicht alles wirkt hundertprozentig glaubwürdig in diesem Milieu, das sich – von der ignoranten Mutter abgesehen – als überraschend wenig konservativ herausstellt, aber Lea Drinda spielt Charlie ganz wunderbar – verwirrt, trotzig, verzweifelt, vorsichtig suchend. Mehr davon! (ZDF)


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