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Spain The Soul Of Spain


Glitterhouse/Indigo VÖ: 11.05.2012

Das wahrscheinlich bekannteste Lied der Band Spain findet sich auf einem Album von Johnny Cash. Rick Rubin hatte dem Alten „Spiritual“ für „Unchained“ ans Herz gelegt, und dieser hatte das ironisch gebrochene Schwermutsstück in alttestamentarischer Weise vorgetragen. Mit dem sogenannten Slowcore der Kalifornier hatte das freilich wenig zu tun.

Nach elf Jahren Studioabstinenz folgt jetzt „The Soul Of Spain“, ihr viertes Album. Doch Namen waren bei Spain von Beginn an nur Täuschungsmanöver. Wer hinter dem Titel Kastagnetten und Flamenco wähnt, wird erst enttäuscht sein, dann glücklich. Denn „The Soul Of Spain“ ist ein kleines Kunstwerk der Langsamkeit, ein Quell der Ruhe, ohne esoterischen Beigeschmack. Und Josh Haden beweist wieder einmal seine Fähigkeiten als Songschreiber kontemplativer Epen wie „Only One“, die ihre Schönheit entfalten wie ein langsam aufklarender Himmel. Klanglich wie textlich scheint sich hier alles immer an einer Erkenntnis aufzuhängen, zu stagnieren im Moment der Beobachtung: „I hear the leaves rustling/ I hear the thunder rolling in/ But your love came strolling in without a sound“, singt Haden mit mönchischem Gleichmut. Zwischendurch wird es auch mal fast rockig wie im „Miracle Man“, eine Art Zeitlupen-Weezer mit orientalisch anmutendem Gitarrensolo.

Dann kommen noch einmal die spirituellen Versenkungen, die hier „Falling“ und „Hang Your Head Down Low“ heißen. Und ist es nicht eigentlich das, wonach wir uns sehnen: einmal wieder kurz innehalten? Wem’s noch gelingt, wem der Daumen noch nicht am Touchpad zappelt, um endlich zum nächsten Song zu scrollen, der wird mit „The Soul Of Spain“ reich belohnt.

Wir verlosen 3×2 Tickets für die exklusive SPAIN Show am 17.05.2012 in Berlin. Wer gewinnen möchte, der schicke eine Mail an verlosung@www.rollingstone mit dem Stichwort „Spain“. Die Gewinner bekommen natürlich auch das am Freitag erscheinende Album „The Soul Of Spain“ (Glitterhouse) zugesendet – also bitte die Postadresse angeben. Viel Glück!


Stanley Kubrick: Hommage auf den großen Visionär des Kinos + Top 10 seiner Filme

In der aufschlussreichen und persönlichen Dokumentation „Stanley Kubrick: A Life In Pictures“ sagt „Shining“-Star Jack Nicholson über seinen Regisseur: „Praktisch jeder wusste, dass er einfach der Beste ist – und ich finde, das ist noch eine Untertreibung.“ Stanley Kubrick hat sich mit nur 13 Spielfilmen in 46 Jahren einen unvergleichlichen Ruf erarbeitet. Kein Nekrolog nach seinem Tod am 07. März 1999 (etwa eine Woche nach der ersten Vorführung der letzten Schnittfassung von „Eyes Wide Shut“) blieb ohne Erwähnung seines Perfektionismus, der ihn manchmal dazu trieb, Szenen unzählige Male zu wiederholen und Mitarbeiter in den Wahnsinn zu treiben. Kubrick mischte sich…
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