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The King’s Speech Regie: Tom Hooper


Senator Film Kinostart: 17. Februar 2011

Die englische Königsfamilie ist immer für eine kuriose Geschichte gut. Tom Hooper hat eine gefunden, die wie ihr Protagonist nur eine Fußnote darstellt, daraus mit hinreißenden Pointen aber ein tief menschliches Drama inszeniert. Prinz Albert (Colin Firth), der jüngste Sohn von George V. (Michael Gambon), ist heute allenfalls noch als Vater von Elizabeth II. bekannt. Er leidet unter Stottern, weshalb er die Öffentlichkeit meidet und vor allem Ansprachen fürchtet. Schon in der Eröffnungsszene, als Albert in einem Stadion vors Mikrofon tritt, fasst Hooper mit nahezu stiller, tragikomischer Präzision dessen Dilemma zusammen.

Seine Frau Elizabeth (Helena Bonham Carter), also die spätere Queen Mum, engagiert daher den Sprachlehrer Lionel Logue (Geoffrey Rush). Der Shakespeare-Liebhaber und gescheiterte Schauspieler aus Australien ist in seiner quirligen Art das Gegenteil des scheuen Blaublüters, den er respektlos Bertie nennt und auch sonst tiefenpsychologisch piesackt. Als Alberts Bruder Edward (Guy Pearce) vom Thron zurücktritt, um die geschiedene Wallis Simpson zu heiraten, schafft er nur mit Lionels Hilfe die Krönungszeremonie. Dennoch kommt es immer wieder zum Zerwürfnis. Dann muss Albert in einer Rede die Nation auf den Kampf gegen Hitler einschwören. Firth ist in der Rolle eines Mannes, der sich mit zorniger Traurigkeit seinem Unbehagen und somit der Verantwortung stellt, wieder eine brillante Charakterstudie gelungen und endgültig reif für den Oscar.

Wir verlosen derweil dreimal den Soundtrack zu „The King’s Speech“. Der als „Beste Filmmusik“ nominierte Soundtrack beinhaltet von klassischer Musik inspirierte Orchestermusik, die auf elegante Art und Weise das Drama auf der Leinwand reflektiert. Alexandre Desplat, u.a. für seine Filmmusik von so unterschiedlichen Filmen wie „Syriana“, „The Queen“, „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ und „The Ghostwriter“ bekannt, hat die Orchestereinspielungen selbst dirigiert. Dave Arch ist in den Solopassagen am Klavier zu hören. Besonders dramatische Momente der Handlung werden von ausgewählten Werken der großen Meister Beethoven und Mozart untermalt. In diesen Fällen leitete Terry Davies das London Symphony Orchestra.

Wer ein Exemplar haben möchte, der schreibe eine Mail mit dem Stichwort „The King’s Speech“ an verlosung@www.rollingstone. Viel Glück!


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