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Rewind Today: ‚Innuendo‘ von Queen auf Platz 1 der Charts


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Freddie Mercury und seine Kollegen von Queen gingen mit dem Wissen ins Studio, dass „Innuendo“ 1991 ihr letztes gemeinsames Album sein würde. Mit letzter Kraft widmete sich der aidskranke Sänger den Aufnahmen zu ihrer 14. Platte.

Dass man den Titelsong „Innuendo“ aufgrund seiner Arrangementwechsel und Songlänge (6:30) mit dem größten Queen-Hit, dem 16 Jahre zuvor veröffentlichten „Bohemian Rhapsody“ (5:55), vergleichen würde, war den Musikern bewusst, und es war vielleicht auch beabsichtigt: „Innuendo“ schloss einen Kreis.

In „Innuendo“ geht es um die Angst vor einer Apokalypse, Mercury hält dem Untergang beschwörend entgegen: „We’ll Keep On Trying / Till The End Of Time“. Es war ihre düsterste Single; der Flamenco-Part in der Mitte des Stücks – für den sich Gitarrist Brian May erstaunlicherweise mit Steve Howe von Yes einen zweiten Gitarristen ins Boot holte – wirkt in diesem Kontext entrückt. Eine längere Version von „Innuendo“ endete gar mit dem langen Geräusch einer Explosion, das an das Ende der Welt erinnern sollte.

Der Song erklomm sofort Platz 1 der britischen Singles-Charts. Die zweite Queen-Top-Position nach dem verwandten „Bohemian Rhapsody“ von 1975. Und ausserdem, nach „All Around The World“ von Oasis, „Hey Jude“ der Beatles und „Belfast Child“ von Simple Minds, das viertlängste Lied, das es dort jemals auf die 1 schaffte.

Fans und Kritiker streiten bis heute, ob die nach Mercurys Tod veröffentlichten Queen-Werke zum Kanon gezählt werden dürfen.

„Innuendo“ wäre ein würdiger Schwanengesang.


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