Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


Ricky Gervais: „Ich habe nie vergessen, dass Bowie mein Held war – selbst als wir Freunde wurden“


von

Als Ricky Gervais aufwuchs, war David Bowie sein Held. Erst später, als der Schauspieler mit „The Office“ in Großbritannien berühmt wurde, entstand eine Freundschaft zwischen den beiden. Mehr als zehn Jahre kannten sich beide.

Nur Stunden nach der Golden-Globe-Verleihung, die Gervais moderierte, erfuhr er von Bowies Tod.

Im Interview mit „Hollywood Reporter“ (via „Billboard“) heißt es: „Nach der Show sah ich die Tweets und versuchte herauszufinden, ob sie Fake waren – sie waren es nicht. Unsere Beziehung war bizarr und surreal, ich fühlte mich so privilegiert, ihn zu kennen. Ich habe nie vergessen, dass er mein Held war, auch als er mein Freund wurde. Ich habe diese beiden Konzepte in meinem Kopf getrennt. Wenn ich mit Menschen sprach, war er dieser Rockstar, der meine ganze Perspektive änderte. Er gab meinem Leben Farbe. Er ließ mich glauben: Du kannst alles tun; du bist ein Kind der Arbeiterklasse aus Reading; Kreativität ist Freiheit. Möglichkeit ist der Reichtum der Armen. Ich liebte alles, was er tat. Er hat mich nie im Stich gelassen, bis zum Schluss. Ich habe nie ein würdevolleres Ende gesehen.“

Noch vor einigen Wochen hatte er eine Mail von Bowie bekommen. „Sie war lustig und frisch und clever, genau wie immer in den letzten zehn Jahren. Das ist ist Integrität. Das ist verdammte Intimität.“

 

 

 


David Bowie – Buyer's Guide: Die entscheidenden Alben

Essenziell Hunky Dory (1971) Der Astronaut war zurück auf der Erde, und er widmete sich nun wieder irdischen Obsessionen. Nach „Space Oddity“, 1969 fünf Tage vor der ersten Mondlandung erschienen, der Blumenkinder-Nostalgie „Memory Of A Free Festival“ und den Nietzsche-Betrachtungen in „The Man Who Sold The World“ galt Bowie gleichermaßen als Visionär und Träumer. Jetzt kostümierte er sich, wie der Satanist Aleister Crowley, als ägyptischer Priester der Eleusis-Riten. Puh. Vor allem aber ist „Hunky Dory“ eine in assoziativen Reimen erzählte Betrachtung von Genies („Andy Warhol“) und ein Ausdruck der Enttäuschung über den Ausverkauf von Kunst „Life On Mars? “ endet…
Weiterlesen
Zur Startseite

3 Monate ROLLING STONE nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €