Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: David Bowie – „Outside“


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Für viele Bowie-Fans müssen der Pop derAchtziger und das Tin-Machine-Projekt traumatisierend gewesen sein. Das bewies schon die Freude über die Rückkehr von Produzent Brian Eno, zuletzt bei „Lodger“ von 1979 dabei.

Bowies „Lodger“-Comeback kam jedoch schwer in Gang. Allein der Titel: Eigentlich heißt das Werk „1. Outside“, weil es als erstes von vielen (nie umgesetzten) Alben einer Reihe gedacht war– „The Nathan Adler Diaries: AHyper-Cycle“.

Das auf 19 Art-Rock-Stücke verteilte Konzept– in der Postapokalypse ermittelt ein Detektiv in der Kunstwelt den Mordfall eines Mädchens– konnte oder wollte keiner verstehen.

Doch abgesehen vom Konzept gab es ja auch noch einige ziemlich gute Songs mit geradezu filmischen Qualitäten. Das erkannten auch einige Regisseure. „The Hearts Filthy Lesson“ mit Mike Garsons furchteinflößenden Pianoläufen schmückte etwa den Abspann von David Finchers Thriller „Seven“, und das psychotisch zappelnde „I’m Deranged“ David Lynchs „Lost Highway“.

„Hallo Spaceboy“ spielte Bowie noch auf seiner letzten Tournee 2004.

Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten