Schlaflos im Hotel: Mobys neues Album „Destroyed“ und die Fotos dazu


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Am Montag dem 16. Mai hat Moby auf seiner Homepage angekündigt: „Endlich, nach vielen Monaten des Redens und Schreibens, ist ‚Destroyed‘ veröffentlicht worden.“

„Destroyed“, so heißt nicht nur sein neues Album. „Destroyed“, so heißt auch der zugehörige Bildband. Sowohl die Songs, als auch die Fotografien sind während seiner Touren quer über den Globus entstanden.

Die Stücke beinhalten die typischen Elemente, die man von Moby kennt. Er arbeitet gewohnt mit viel Hall, was den Eindruck verstärkt, dass man sich alleine in einem großen Saal befindet. Vibrierende Loops und pochende Drum-Machine-Beats prägen die Songs sowie einsamer Gesang seiner Gastsängerinnen. In „The Low Hum“ singt sie beispielsweise “ I’m love with this isolation„.

Diese Liebe sieht man auch in Mobys Fotos. Lichtspiele, stille Schnappschüsse von Gebäuden und Landschaften, gerne fotografiert Moby aus dem Flugzeugfenster die Welt von oben. Wenn er Menschen fotografiert, greift er zu Extremen: Einerseits die Stille am Terminal eines kleinen Flughafens in Wien, wo jeder mit sich selbst beschäftigt ist, andererseits der Lärm und der Jubel seines Publikums bei einem Konzert. In beiden Fällen ist er jedoch der stille Beobachter.

Durch beide seiner Werke zieht sich also ein roter Faden der Einsamkeit und Isolation. Moby leugnet das keinesfalls. Im Interview mit theartsdesk.com gibt er zu, sich gerne von seinen Mitmenschen zu isolieren. Und auch seine Fotos kommentiert er zum Teil mit Sätzen wie „Vielleicht stimmt etwas nicht mit mir, da ich lieber Bilder von fluoreszierenden Lichtern als von Menschen mache“. Doch vielleicht ist das Eremitendasein einfach nur der natürliche Zustand des Moby. Denn wer zu Mobys Interpretation von Techno tanzt, der tanzt schließlich für sich alleine.

Am Freitag, den 20. Mai, tritt Moby übrigens um 19.00 Uhr in der KulturBühne an der Sphinx im KulturKaufhaus Dussmann in Berlin auf. Das „Destroyed“-Duo hat er da natürlich im Gepäck. Moby wird von seinen Reisen und über die Entstehung von Songs und Fotos berichten. Den ganzen Spaß gibt’s umsonst – der Eintritt ist frei.

>>>> Hier geht’s zum Album-Stream und zur digitalen Weltreise mit Moby