Screaming Trees: Mark Lanegan ist tot


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Mark Lanegan ist tot. Die Grunge-Ikone, berühmt geworden mit den Screaming Trees und danach als Solosänger, wurde 57 Jahre alt. Ein Sprecher des Sängers bestätigte seinen Tod, der danach auf auf Facebook gemeldet wurde. Demnach verstarb Lanegan in seinem Anwesen in Killarney, Irland. „Weitere Informationen gibt es derzeit nicht“, heißt es. „Die Familie bittet, die Privatsphäre zu respektieren. Er hinterlässt seine Frau Shelly.

Mit den Screaming Trees, einer psychedelischen Rockband aus Ellensburg, Washington, nahm Lanegan in den 1980er-Jahren den Grunge vorweg. Zu den größten Hits, die es bis in die Top 10 der amerikanischen „Billboard“-Modern-Rock-Charts schafften, zählen „Nearly Lost You“ und „All I Know“.

Sein erstes Soloalbum erschien 1990, „The Winding Sheet“, auf dem auch Kurt Cobain und Krist Novoselic vertreten sind. Zuletzt war Lanegan auf dem aktuellen Album der Manic Street Preachers zu hören, „The Ultra Vivid Lament“, im Duett mit James Dean Bradfield: „Blank Diary Entry“.

Über seine prägenden Musikerjahre berichtete Lanegan in seiner Autobiografie „Sing Backwards and Weep: A Memoir“ aus dem Jahr 2020.  Darin berichtet er von seiner Heroin- und Alkoholabhängigkeit – seine erste Rehab zahlte Courtney Love. „Courtney schrieb mir einen Brief: ‚Kurt liebte dich wie einen großen Bruder, er hätte gewollt, dass Du lebst. Die Welt will, dass Du am Leben bleibst.“

Später arbeitete Lanegan eng mit Josh Homme von den Queen of the Stone Age zusammen, der bei den Screaming Trees zuvor als zweiter Gitarrist tätig war. Lanegan schloss sich den Queens danach für kurze Zeit an. Sein letztes Soloalbum, „Straight Songs of Sorrow“, erschien im Frühjahr 2020.