Skrillex im Interview: „Es gibt noch so viel coolen Scheiß da draußen!“


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Die Umstände dieses Interviews zeigen sehr gut, wie hochtourig Skrillex an diesem Punkt seiner Karriere dreht: Wir trafen ihn am späten Abend backstage auf dem Bonnaroo, wo er neben unseres Interviews noch einen Remix fertigstellte und an einer Backstage-Radioshow teilnahm – all das wohlgemerkt vor seinem Auftritt um halb zwei Uhr nachts. Fast entschuldigend sagt er: „Mein Körper braucht erst in der späten Nacht oder früh am Morgen kurz nach Sonnenaufgang Schlaf.“

Wann hast du gemerkt, dass deine Musik teil einer Bewegung geworden ist?

Es war totaler Underground, als ich damit anfing, vor allem mit Bass Music. In L.A. kamen nie mehr als 200 Leute zu den Dubstep Shows – das war so 2006, 2007. Im Smog in L.A. war es ein guter Abend, wenn 150 Leute da waren. Es begann völlig ohne große Promotion, Singles, Pop Songs oder so zu wachsen. Als wir dann anfingen, in Städten auf der ganzen Welt zu spielen, wussten die Leute irgendwie immer, wo was ging. Und plötzlich waren die Venues gepackt voll.

Warum bewegt diese Musik plötzlich so viele Leute?

Ich weiß es nicht. Ehrlich. Ich könnte dir nur eine Antwort geben, wenn ich die Leute auf meinen Shows fragen würde. Es gibt zig Theorien. Aber wenn ich anfange über die Gründe nachzudenken, warum das alles so gut funktioniert, hat das sicher negative Auswirkungen auf meine Musik. Dann kommt das eigene Ego zu sehr ins Spiel, und man konzentriert sich schnell auf die falschen Dinge.

Wo willst du musikalisch hin in den nächsten Jahren?

Ach, ich rühre momentan in vielen Töpfen. Ich arbeite gerade zum Beispiel mit Harmony Korine und mache den Score für seinen Film „Spring Breakers“. Das hat so gar nichts mit Dance Music zu tun. Meine Musik soll auch nicht in einer Zeit verankert sein. Sie klingt nach dem, worauf ich gerade Lust habe. Ich versuche gar nicht Teil dieser Szene zu sein, weißt du, obwohl ich sehr stolz darauf bin, wo ich herkomme – und die Szene supporte. [Skrillex hält inne, abgelenkt von einer Gruppe, die sich um uns gesammelt hat und ihn wie wild fotografiert]. Sorry! All diese Leute, die mich immer fotografieren wollen. Das bringt mich immer raus…



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