Logo Daheim Dabei Konzerte

Zugabe!

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Blackout Tuesday
Highlight: Dies sind die geilsten Fotos von Iggy Pop, die Sie je sehen werden

Southside 2013 – der Sonntag: “Show me your f… ass“

Der letzte Tag des diesjährigen Southside-Festivals bricht an, und auch dieser weist jene speziellen Eigenheiten auf, nach denen geübte Open-Air-Gänger das baldige Ende deutlich erkennen können: Wo sie auch hinsehen, baumeln notdürftig mit Panzer-Tape gefixte Handtaschen; die Schuhe des obligatorischen Chucks-Trägers sind mit Frischhalte-Folie gegen eindringende Feuchtigkeit versiegelt. Ein Papp-Schild mit der Aufschrift „total verspult“ liegt vergessen am Rasen und nimmt repräsentative Stellung in dem Last-Day-Blues-Szenario ein. Diejenigen, die es bereits vor die Bühnen geschafft haben, legen sich doch noch davor. Augenringe werden mit Sonnenbrille verdeckt. Völlig egal, dass der Himmel voll von anthrazitfarbener Wolken ist. So wird selbst der Boden der Red Stage, in der gerade Turbostaat deutschen Punkrock eindrucksvoll abreißen, zur Schlafstätte umfunktioniert. Dank des heute hervorragenden Line-Ups wird sich das aber recht bald ändern.

City And Colour lassen den Zuschauer zunächst einmal weiter träumen und sich mit ruhigen Songs einsingen. Vollkommen abwegig erscheint hier die Erkenntnis, dass mit Dallas Green derselbe Sänger, der gerade durch seinen Akustik-Katalog führt, derselbe ist, der auch Alexisonfire seine Gitarre und Stimme für harschen Hardcore lieh. Nun ja, er übernahm  die weichen Gesangsparts, was es nur minimal weniger skurril macht.

Der eigentlich für maßlos aufgekratzte Auftritte bekannte  Kele Okereke von Bloc Party  ist bei seinem heutigen Auftritt wie ausgetauscht. Sein Lächeln ist schief, der Blick irgendwie wehleidig, wenn er den altbewährten Gossenhauer „Hunting For Witches“ anstimmt. Der Moment eines vermeintlich letzten Mals liegt in der Luft: Die Band will nach dem Festival-Sommer erst einmal getrennte Wege gehen. Der Drummer hat bereits das Handtuch geworfen und wird am heutigen Tag  von Sara Jones, der Tour-Schlagzeugerin von Hot Chip ersetzt. Dank ironisch getragenem „Cats“-Musical-T-Shirts und  ausladenden Kieferbewegungen beim Kaugummi-Kauen erkennen die Menschen aber doch noch die alte Energie hinter Kele. Unbeirrt feiert diese jeden Song, selbst der Teil von ihnen, der nur auf dem Weg zu den Vaccines vorbeischaut. Wenn es ein letztes Mal war, war es ein gebührendes.



Veranstalter Krägeloh über „Watt En Schlick“ 2021: „underpromise, overdeliver“

Wie alle Musikfestivals kann auch das „Watt En Schlick Fest“, kurz WES, in diesem Sommer wegen Corona nicht stattfinden. Was macht das mit den Organisatoren, wie geht man mit dem Ausfall um? Wir sprachen mit dem Veranstalter des dreitägigen Events in Dangast an der Nordseeküste, Till Krägeloh, über Enttäuschungen 2020 – und Hoffnungen für 2021. Wie würden Sie die letzten zwei Monate beschreiben mit den Aufs und Abs – wann kam zum ersten Mal der Gedanke: Das könnte eng werden mit einem Festival 2020? Ich befinde mich jetzt seit sieben Wochen im Home-Office und irgendwie wollte ich es am Anfang…
Weiterlesen
Zur Startseite