Spotify ab heute auch in Deutschland nutzbar

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Spotify ab heute auch in Deutschland nutzbar

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Über 16 Millionen Songs befinden sich im Angebot von Spotify, was – so lässt Spotify mitteilen – bedeutet, das man über 100 Jahre bräuchte, um jeden Song des Angebots durchzuhören. Das Sortiment ist dabei recht vollständig, da Spotify Verträge mit Universal, Sony, Warner und EMI sowie mit den meisten Independent-Plattenfirmen hat.

Man kennt Angaben wie diese allerdings schon aus anderen Pressemitteilungen. “Mehr als 16 Millionen Songs aus den Repertoires aller Major Labels” – so bewirbt zum Beispiel simfy.de seinen Katalog. Und auch Myjuke.com bietet immerhin “Die 15 Mio. Songs Flatrate”. Es kann also kaum an der Angebotsmenge liegen, dass viele Musikfans und Facebook-Abhänger den heutigen Tage geradezu feiern. Und auch nicht an Werbeaktionen von Spotify, denn davon waren bis heute kaum welche bis gar keine zu sehen. Dennoch hat das Unternehmen nach eigener Aussage zehn Millionen aktive Nutzer, davon drei Millionen zahlende.

Dass man heute ganz genau auf Spotify schauen wird, liegt wohl vor allem daran, dass das schwedische Unternehmen in seiner Heimat und z. B. auch in England und den USA seit Jahren von Musikfans und Techniknerds zugleich gute Noten für Angebot und Nutzung bekommt und von Anfang an auf soziale Vernetzung setzte. Eine technischen Folge dieses Gedankens: In Deutschland ist eine Anmeldung nur mit Facebook-Account möglich. Was nicht jedem schmecken wird. Dafür ist das Vorschlagen von Songs und das Anlegen von Playlisten für Freunde einfacher denn je. Auch gibt es diverse Apps, wie zum Beispiel die des amerikanischen Rolling Stone, die es ermöglicht, die Musik zur jeweiligen Rezension zu hören.

Alex Bringéus, Direktor für internationales Wachstum bei Spotify, sagte gestern in einem Interview zum Aspekt der Vernetzung: “Wir haben von Anfang an gesagt: Musik ist etwas Soziales. Als ich jünger war, habe ich Mixtapes zusammengestellt und unter Freunden verteilt. So entdeckt man die beste Musik, und so soll das auch im digitalen Zeitalter sein. Bei Spotify konnte man von Anfang an Lieder teilen – direkt auf der Plattform, oder indem man die URL über Facebook, den Messenger oder per E-Mail verbreitete. Unsere Idee war und ist: Die URL ist die neue MP3. Dann kam Facebook hinzu: Das Online-Netzwerk hat sich zur sozialen Infrastruktur im Netz entwickelt. Unsere Visionen passen gut zusammen – wir schaffen eine soziale Musikplattform, Facebook ist das soziale Internet. Deshalb arbeiten wir seit Herbst eng mit Facebook zusammen und haben eine bessere Integration umgesetzt. Wenn ein Freund bei Spotify ein Lied hört, sehe ich das auf Facebook.” Diese Funktion kann man allerdings ebenso ausschalten.

Das Angebot von Spotify gibt es derweil for free. Alle Songs kann man unbegrenzt hören – allerdings mit Werbeeinblendungen. Ohne Werbung gibt es alles für 4,99 Euro im Monat als Spotify Unlimited. Wer bessere Qualität und einen Offline-Modus will, bei dem die entsprechenden Songs, die man hören will, zwischengespeichert werden, muss 9,99 Euro im Monat zahlen. In jedem Fall müssen Nutzer jedoch ein eigenes Programm auf ihren Geräten installieren, denn Spotify läuft im Gegensatz zu den diversen rein abofinanzierten Konkurrenzangeboten in Deutschland nicht per Webbrowser. Spotify nutzt dabei die Internetbandbreite seiner Kunden zum Weiterleiten von Songs, um so selbst Verbindungskosten zu sparen. Auch auf diversen Smartphones ist Spotify nutzbar – Verknüpfungen mit zum Beispiel Autoradios sind bereits in der Entwicklung.

Man darf also gespannt sein, ob wie sich der heutige Launch von Spotify auf die Streamingbranche in Deutschland auswirkt und ob er einen ähnlichen Impact hat, wie in England, Schweden und den USA.

>>>> Hier geht’s zur Website von Spotify

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