ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
TV-Fußnoten

TV-Kritik: „Bob’s Burgers“

„Family Guy“, „American Dad“, „South Park“ und natürlich immer wieder „Die Simpsons“: Es gibt nicht gerade Nachschubprobleme bei Zeichentrickserien, die vom wunderbaren Familienleben in Amerika berichten. Auf Comedy Central läuft jetzt montags eine neue, „Bob’s Burgers“ – und sie hat zumindest einen erstklassigen Nerd zu bieten. In den USA werden die kurzweiligen 20-Minüter seit 2011 immer beliebter, 2014 gewann „Bob’s Burgers“ gar einen „Emmy“ als beste Animations-Sendung.

Natürlich ist ein Hamburger-Lokal eine ideale Umgebung für diverse Problematiken, die thematisiert werden können: zu viel Fleischkonsum, komische Kunden, arbeitsscheue Jugendliche – das hat schon bei „Beavis und Butt-head“ funktioniert. Dem schwer behaarten Bob wird das Leben von Hygienekontrolleuren und Pizzerien schwer gemacht, Feuer und Ungeziefer helfen auch nicht. Seine pragmatische Frau Linda hilft ihm, alle(s) in Griff zu kriegen – vor allem die Kinder. Sohn Gene rülpst und pupst sich fröhlich durchs Leben, Tochter Louise trägt eine alberne Hasenmützte – und Tina? Ach, Tina!

Der amerikanische ROLLING STONE hat Tina Belcher in seiner jährlichen „Hot List“ soeben zum heißesten „Awkward Teen“ gewählt. Sie hat Sex-Träume von Zombies („I think my subconcious fears and my budding sexuality are getting all mixed up“), sie schreibt Fantasiegeschichten über „erotische Freunde“, sie ist dauernd in irgendwen verschossen. Tina ist 13 und redet praktisch nur über Körperteile, -füssigkeiten und -schwierigkeiten, das feministische „Bitch“-Magazin nennt ihre Auftritte in den bisherigen vier Staffeln „eine sexuelle Revolution“. Möglicherweise etwas übertrieben, aber sie ist mit Abstand der interessanteste, vielschichtigste Charakter bei „Bob’s Burgers“. Gesprochen wird sie übrigens von einem Mann, dem Comedian Dan Mintz – ursprünglich sollte Tina ein Junge werden, aber der Sender Fox wollte lieber ein Mädchen. Und der Erfinder der Serie, Loren Bouchard, stellte fest, dass das gar kein Problem ist – „weil die Figur so rund ist und es Spaß macht, sie anzufeuern.“

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In den USA läuft momentan schon die fünfte Staffel – es bleiben noch viele Träume und Traumata für Tina Belcher.


Donald Trump hat eine erschreckende Theorie über Michael Jacksons Tod

Donald Trump ist längst zum gewichtigsten Verschwörungstheoretiker der Vereinigten Staaten geworden. Seine verquere Meinung über Politik und Wirtschaft amüsiert die einen und erschreckt die anderen. Noch im Wahlkampf hatte der US-Präsident mit einer mysteriösen Aussage über Michael Jackson für  Aufsehen gesorgt. So sagte er damals CNN, dass er wisse, warum der selbsternannte „King Of Pop“ kurz vor seinem Tod angeblich kein Selbstvertrauen mehr hatte. „Ich kenne die wahre Geschichte über Michael Jackson. Wissen Sie, als er gestorben ist, haben viele Leute über ihn gesprochen – Leute, die ihn nicht besonders gut gekannt haben!“, übermittelte er in dem Gespräch. Ohne Selbstvertrauen kein…
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