TV-Tipp: „Die zwei Leben des Falco“ auf ZDFinfo


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Als Johann „Hans“ Hölzel alias Falco am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik ums Leben kam, verlor Österreich einen seiner erfolgreichsten, vielleicht sogar seinen einzigen richtigen Popstar von internationalem Format. Es ranken sich viele Geschichten um Falcos Leben, das immer wieder für Schlagzeilen sorgte. Die Doku „Die zwei Leben des Falco“ beleuchtet Triumphe und Niederlagen beziehungsweise Aufstieg und Fall des Musikers.

Falcos Biografie bietet von Anfang an genügend Stoff für Filme und Nacherzählungen: Geboren im Wiener Arbeiterviertel, das Elternhaus zerüttet, die Schulnoten schlecht. Was ihn rausreißt: Die Liebe zur Musik und das Sendungsbewusstsein, ein Popstar werden zu müssen. Er beginnt in verschiedenen Bands Bass zu spielen, unter anderem bei der Anarcho-Gruppe Drahdiwaberl. Dann kommt die Solo-Karriere, Hits wie „Der Kommissar“, ausverkaufte Konzerte, goldene Schallplatten – und sogar eine Nummer eins in den USA. Da ist Falco längst endgültig zur Kunstfigur geworden, der Dandy mit der Pilotenbrille, den gegelten Haaren und der ureigenen Kunstsprache.

Exzesse und Flops

Dass bei ihm nicht alles immer so „g’schmeidig“ läuft, wie der Wiener sagt, weiß man zu jener Zeit auch. Alkoholexzesse, viel Kokain, heißt es, Selbstzweifel, erratisches Verhalten. Falco erlebt Triumphe, aber auch viele Flops — musikalische wie private. Sein persönlicher Tiefpunkt ist, als er erfährt, dass er nicht der leibliche Vater seine Tochter ist. Bis zuletzt arbeitet Falco an einem Comeback. Mit „Out Of The Dark“ gelingt ihm ein letzter Hit — den er allerdings nicht mehr erleben sollte.

TV-Tipp: „Die zwei Leben des Falco“ ist am 24.08.2021 ab 08:15 Uhr auf ZDFinfo zu sehen.