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TV-Fußnoten

Von „Bloodline“ bis „Revenge“: 5 Serien, die zu Reisefantasien einladen


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Nach „Wayward Pines“ kann man zum Glück nicht fahren – den gruseligen Ort hat sich M. Night Shyamalan ausgedacht (nur eine sinnvolle Geschichte fiel ihm leider nicht dazu ein), auch das Litchfield-Gefängnis von „Orange Is The New Black“ ist kein Ort, den man gern besuchen möchte. Aber diese fünf Serien laden durchaus zu Reisefantasien ein.

Florida Keys („Bloodline“, bei Netflix):

Ort: Die Rayburn-Familie betreibt ein bezauberndes Hotel auf den Florida Keys – die Palmen wogen im Wind, der Strand ist fein, das Wasser klar. (Und hinter der schicken Fassade verbirgt sich sehr viel Unheil.)
Klima: Schwül bis an die Grenzen des Erträglichen.
Gefahrenpotenzial: Enorm. Alligatoren und Hurrikane sind gar nicht das Problem, sondern – wie immer – die Menschen. Bei den Rayburns der kleine Bruder Danny, der alle ins Unglück stürzt. (Aber natürlich sind eigentlich die Eltern an allem schuld.)
Spaßfaktor: An einem ruhigen Strandtag riesig, in den verrauchten Kaschemmen mittelgroß, beim Familiendinner gering.
Realitäts-Check: So schön, aber auch so bedrohlich kann Florida tatsächlich wirken – wobei „Bloodline“ natürlich gleich alles auf einmal zeigt: Sümpfe, Meer, einsame Landstraßen, traumhafte Häfen.

Grace and Frankie
„Grace and Frankie“

San Diego („Grace and Frankie“, bei Netflix):

Ort: Die beiden Ehefrauen, die sich nun damit abfinden müssen, dass ihre Männer sich geoutet haben und gemeinsam ein neues Leben beginnen, können auf hohem Niveau jammern: Sie leben in großzügigen Häusern in San Diego.
Klima: Sonnig, mit Aussicht auf Nervenzusammenbrüche.
Gefahrenpotenzial: Gering. Es ist nicht das brutale Kalifornien von „True Detective“. Bei „Grace and Frankie“ droht höchstens mal ein Erdbeben.
Spaßfaktor: Groß. Ob in Frankies-Hippie-Strandhaus oder beim schicken Dinner – es gibt bei allen Streitereien und allem Kummer immer auch etwas zu lachen.
Realitäts-Check: San Diego ist tatsächlich das perfekte Biotop für eine Geschichte über Gelassenheit, Toleranz und Lebensfreude – entspannter sind selbst in Kalifornien nur wenige Städte.

 Vorstadtweiber

Wien („Vorstadtweiber“, Staffel 1 auf DVD):

Ort: Am Rande der österreichischen Hauptstadt quälen sich ein paar Frauen mit ihren untreuen, unseriösen und unsensiblen Männern herum – und sind selbst keinen Deut besser.
Klima: Durchwachsen.
Gefahrenpotenzial: Gering, wenn man nicht gerade in ein politisches Komplott verstrickt ist und erschossen wird.
Spaßfaktor: Mittel. Proseccotrinken, Shoppen und Tratschen macht halt nur Spaß, wenn man genug Geld hat.
Realitäts-Check: Wenn die Wiener Gesellschaft wirklich so oberflächlich und skrupellos ist, möchte man sie lieber nicht kennenlernen. (Außer Bernhard Schier.)

Eine  aussichtslose Liebe, eine hochspannende Serie – und Washington spielt Pope so tough und dabei so kaputt, dass man jedes Glas Wein, das sie zu viel trinkt, versteht. (Staffel 3 bei amazon instant video)
„Scandal“

Washington („Scandal“, Digital-Download und DVD):

Ort: Wo der US-Präsident wohnt, ist auch Olivia Pope nicht weit: Sie schafft Politikern Probleme vom Hals, gerät aber selbst mehr und mehr in eine lebensgefährliche Intrige hinein.
Klima: Wechselnd.
Gefahrenpotenzial: Lebensbedrohlich. Bei „Scandal“ sind im Grunde alle Verbrecher, selbst die Guten. Politiker? Korrupt, berechnend, rücksichtslos. Lieber einen Umweg ums Weiße Haus machen!
Spaßfaktor: Wenn man bis zum Oval Office vordringt und der Präsident gerade guter Stimmung ist, hoch. Im grausamen Alltag eher niedrig.
Realitäts-Check: Geht so. Die Stadt Washington spielt bei „Scandal“ nur eine Nebenrolle – aber gemütlich sieht es auf den Straßen nicht gerade aus.

"Revenge"
„Revenge“

Hamptons („Revenge“, 3. Staffel ab 15.7. auf Vox):

Ort: Emily Thorne ist bei ihrem Rachefeldzug gegen die angeblichen Mörder ihres Vaters in den herrlichen Hamptons gelandet – ihr Strandhaus ist ein Traum für jeden Menschen, der gern großzügig, ungestört und in Meeresnähe wohnen möchte. Also für jeden.
Klima: Angenehm, wenn nicht gerade die böse Schwiegermutter wettert.
Gefahrenpotenzial: Autounfälle, inszenierte Einbrüche, Schießereien: Seit Emily vor Ort ist, größer.
Spaßfaktor: Mäßig. Zwar gibt es die aufwändigsten Dinner und andere superschicke Veranstaltungen, aber am Ende doch immer Streit.
Realitäts-Check: Die schnuckeligen Hamptons kann sich nur leisten, wer genug Geld hat – das wird in „Revenge“ nicht verschwiegen.

Netflix

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