Wegen Kindesmissbrauch: Musik-Kette HMV entfernt Platten von Ian Watkins und Lostprophets


von

Die britische Musikgeschäft-Kette HMV hat angekündigt keine Alben mehr von den Lostprophets zu verkaufen. Anlass ist das Gerichtsprozess-Geständnis des Sängers Ian Watkins, Kinder missbraucht sowie versucht gehabt zu haben, ein einjähriges Baby zu vergewaltigen. Watkins hatte sich selbst in 13 Anklagepunkten des sexuellen Missbrauchs für schuldig erklärt. Auch zwei ebenfalls mit ihm angeklagte Frauen bekannten sich schuldig.

Ein HMV-Sprecher bestätigte gegenüber dem „NME“-Magazin, dass die Angestellten aller 140 Läden angewiesen seien, sämtliche Lostprophets-Alben aus den Regalen zu entfernen. Laut „NME“ hat der britische Ableger von Amazon bis jetzt auf eine Stellungnahme noch nicht reagiert; ein Apple-Sprecher habe einen Kommentar dazu abgelehnt, ob man eine Sperre für die Lostprophets auf iTunes erwäge.

Die Band hatte sich bereits am 1. Oktober aufgelöst. Auf Facebook kündigten die fünf verbliebenen Mitglieder an, dass man „als Lostprophets einfach keine Musik mehr machen könne.“

Gitarrist Lee Gaze gab sich auf Twitter erleichtert über die anscheinend beschleunigte Urteilsfindung im Missbrauchsprozess um Watkins. Mit Blick auf das Schuldbekenntnis ihres Ex-Sängers schrieb Gaze: „Das ging überaus schnell. Thank fuck.“ Und in einem weiteren Tweet: „Nun können wir endlich versuchen die Sache abzuschließen.“