Willander schaut fern: Eurovision Song Contest – Halbfinale


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Malta ist schon raus, und auch Norwegen hat es mit „Haba Haba“ diesmal nicht geschafft. Die deutsche Jury, angeführt von der immer kreglen Ina Müller, wird heute abend über die Kandidaten beim zweiten Halbfinale abstimmen. Beim ersten Halbfinale gab es für die Juroren Kaffee und Fisch – eine dem Song Contest angemessene Melange, die als Gesamtmetapher für die Beiträge taugt: Manches Stück wirkt aufmunternd, ja erregend – andere Darbietungen stinken vom Kopf her.

Dem drögen NDR-Mann Peter Urban mit der sonoren Stimme, dem seit 30 Jahren keine Begeisterung zu entlocken ist, wurde der Plauderer Steven Gäthjen beigesellt, der sonst nur einmal im Jahr aus dem Schrank geholt wird, um bei der Oscar-Verleihung ein paar blöde Fragen am Roten Teppich zu stellen. Dieses wahrhaft ungleiche Duo kommentiert aus dem Off den Aufgalopp der überwiegend tuntigen Boy Groups und Girl Bands, der kecken Jüngelchen und wirren Blödel-Truppen. Die Transsexuelle (wie man so sagt) Dana International ist wieder dabei – neben Lena die einzige Teilnehmerin, die den Wettbewerb schon einmal gewonnen hat. Dass außer Johnny Logan jemand ein zweites Mal siegen könnte, ist dagegen sehr unwahrscheinlich. Die slowakischen TWiiNS sind die Favoriten bei den Buchmachern – was bedeutet, dass sie keine Chance haben.  

Was wurde eigentlich aus den russischen Früchtchen t.a.T.u.?