Zum Start von „Blutzbrüdaz“: Sido im Interview


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Die derbste Nachricht vorweg: Sido ist ’n Netter. Und auch wenn er auf seiner aktuellen CD – dem Soundtrack zum Film „Blutzbrüdaz“ – gekonnt dem „Pöpel-Rap“ frönt, wie er seine deftigeren Songs nennt, stellt er zufrieden fest, dass er so was heute eigentlich nicht mehr brauche, weil ihm die Leute und die Medien auch so zuhören. „Songs wie ‚Mund auf, Schwanz rein‘ oder ‚Arbeitsamt‘ würde ich heute nicht mehr machen. Das sind Songs, die ich für den Filmcharakter Otis geschrieben hab.“

Seine aktuelle Single „Geboren um frei zu sein“, die auch auf dem bereits veröffentlichten Soundtrack ist, träfe da schon eher die Richtung, in die Sido gehen will. Dass der Song auf einem Rio-Reiser-Sample beruht, dürfte den ein oder anderen Puristen geschockt haben – aber auch darauf hat Sido eine passende Antwort.

Der Film „Blutzbrüdaz“, eine locker-ironische Komödie über das HipHopmachen in Berlin zu Anfang der Nullerjahre, startet bei uns in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr. Regie führte Özgür Yildirim, der sich bereits mit „Chico“ einen Namen machte. Als Produzent fungierte unter anderem Fatih Akin. Mit dem Pathos von „8 Mile“ und der Wichtighuberei von „Zeiten ändern dich“, hat „Blutzbrüdaz“ zum Glück wenig gemein: Der Film wirkt eher wie ein Buddy-Film zum Thema HipHop.

Sehen Sie hier unser Interview, bunt gemischt mit Szenen aus dem Film und aus dem Video zu „Geboren um frei zu sein“: