Die neue Blondie „Panic Of Girls“ im Song-Countdown: Hentschel über „What I Heard“

Ein weiteres Stück der neuen Blondie-Platte "Panic of Girls" gibt es heute in unserem Song-Contdown. Das Album gibt es exklusiv in unserer Juli-Ausgabe, hier der Song "What I Heard" in der Einzelkritik.

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Die jungen Leute können sich immer fein rausreden, wenn man sie damit konfrontiert, sie würden die Musik der Achtziger spielen: Nein, da waren wir ja gerade erst geboren, sagen sie dann. Blondie dagegen hatten ja schon fast eine ganze Karriere hinter sich, als die Dekade richtig los ging – und trotzdem klingen auch sie heute mehr nach den Eighties als in den Eighties selbst (als Duran Duran im Lauf einer Tour von ihrer Vorgruppe zu ihrem Headliner wurden).

Der breit jodelnde Synthesizer in „What I Heard“ hätte Nenas Version von Italo Disco sein können, Debbie Harrys Melodie ist reines Fruchtgummi, es klingt zugleich nach Rock und Tanzpalast, wie bei allen guten Bands damals. Und selbstverständlich geht es im Text um finstere Abgründe: Ein untreuer Geliebter wird überführt. In solchen Situationen macht man keine Mixtapes. Trotzdem gibt’s jetzt einen Song dafür.

Warum denkt Campino, dass es manchmal gut ist, einfach mal den Mund zu halten? Antwort liefert er in unserer Titelgeschichte zum großen Abschied der Toten Hosen. Dem Heft liegt weltexklusiv die 7-Inch-Single „Immer nur geliebt“ bei. Die ROLLING-STONE-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.