Videointerview

Pussy Riot: " Es ist wie bei Batman: Wir haben die Masken immer dabei!"

Während Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Yekaterina Samutsevich noch immer in U-Haft sitzen, sprachen die in Freiheit verbleibenden Mitglieder von Pussy Riot mit dem britischen Observer über ihre Intentionen.
Foto:
Frantisek Vlcek/Lidove noviny/isifa/Getty Images
Demonstranten vor der russischen Botschaft in Prag protestieren gegen die Inhaftierung der drei Pussy Riot-Mitglieder.

Die Journalistin Carole Cadwalladr traf für die britische Sonntagszeitung The Observer Mitglieder des Punk-Kollektivs Pussy Riot, deren Mitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Yekaterina Samutsevich momentan noch immer in U-Haft sitzen (wir berichteten) und keinen Besuch empfangen dürfen - weder von Familienmitglieder noch Freunden, geschweige denn Medienvertretern.

Der Journalistin gelang es, drei Mitglieder von Pussy Riot für ein Videointerview zu gewinnen: Sparrow (22), Balaclava (33) und Squirrel (20). Die drei maskierten Frauen erklären, Pussy Riot sei vor allem eine Idee. Und konkreter: Ein Kollektiv aus "mehr als zehn Frauen", das aufgrund der aktuellen Gefahr für seine Mitglieder im Untergrund agiere. Aber, so erklärt Sparrow: "Jeder kann Pussy Riot sein - wir zeigen den Leuten nur, was sie machen können." Und Squirrel ergänzt: "Wir haben die Skrupellosigkeit und Brutalität der Regierung bloßgestellt. Wir machen nichts Illegales. Es ist nicht illegal, zu singen und deine Meinung zu sagen."

Sparrow weiter: "Es ist wie bei Batman: Wir haben die Masken immer dabei." Mit Superhelden wollen sie dennoch nicht verglichen werden. Balaclava sagt dazu: "Wir sind keine Superfrauen. Wir sind eher gewöhnliche russischen Frauen und unser Ziel ist es, dass jede Frau in Russland so werden kann wie wir - ohne Maske."

Das vollständige Interview kann man hier sehen.

Der sehr lesenswerte Observer-Artikel findet sich hier.

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