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111 Songs: International Pony – „Superyou“

Die Geschichte dieser kleinen Hamburger Supergroup um DJ Koze, Erobique und Cosmic DJ hat bis heute etwas tragisch Unvollendetes. Der flächendeckende Erfolg für das Projekt blieb trotz heftig betriebenen Aufwands aus. Als das traditionelle Popgeschäft, wie wir es kannten, mit seinen Kampagnen, Vorschüssen und ehrgeizigen Zielen nach der Jahrtausendwende schon fast in den letzten Zügen lag, wurde für diese vielversprechende, gutaussehende Band noch einmal alles gegeben, alles hineingesteckt und schließlich auch Beträchtliches erreicht. Vor allem ein immenses Maß an Zuneigung erspielten sie sich, entgegengebracht von ihren ausgesucht schönen und schlauen Fans. Dass die Nachricht von International Pony beim breiten Publikum ungehört verhallte, fiel da zunächst nicht weiter ins Gewicht. Dennoch zerfiel die Band wie ein instabiles Element nach zwei LPs in drei schöne Solokarrieren – geblieben aber sind etliche feine Meisterwerke, von denen ich den Track „Superyou“ von ihrem ersten Album, „We Love Music“, am meisten schätze. Hier ist die Band ganz bei sich, verzichtet auf alle übertriebenen Pop- Konzessionen wie etwa einen Text oder einen Refrain, nimmt stattdessen den angenehmen Electro-Sound, der bis heute vor allem die Open-Air-Festivals und sommerlichen After-Hour-Parties bestimmt, um Jahre vorweg.

Als Live-Band waren sie insbesondere unter freiem Himmel unschlagbar und bahnten ästhetisch, aber auch technisch den Weg für viele andere erfolgreiche Electro-Festivalbands wie, sagen wir, Hot Chip oder WhoMadeWho. Keine jedoch besitzt den warmen hanseatischen Humor, der International Pony so sehr eigen war und der sich nicht nur bei ihren Auftritten zeigte, sondern nicht zuletzt auch in vielen Songtiteln wie „(Hey Little) Gothic Girl“ und „The Royal Pennekaums“). Mit „Superyou“ aber, da meinten sie nicht nur uns alle, sondern auch einander.

Hans Nieswandt

Kooperation

1969: Led Zeppelin veröffentlichen ihr Debüt – und ROLLING STONE verreißt es

"Sie legen es darauf an, ihr beachtliches Talent für unwürdiges Material zu verschwenden". An "Led Zeppelin I", dem Debüt vom Led Zeppelin, ließ unser Kollege vom US-ROLLING-STONE, John Mendelsohn, kein gutes Haar. Mendelsohn rezensierte die Platte im März 1969, zwei Monate nach dessen Erscheinen. Hier „Led Zeppelin I“ bestellen[/amazon02 Limitiert, schwache Songs "Formelhaft" sei allein schon die Zusammensetzung der Band: ein exzellenter, aber unterverkaufter Gitarrist treffe auf einen "hübschen" Sänger mit "Soul-Röhre", leidlich kompetent sei die Rhythmus-Sektion; Schlagzeuger John Bonham dresche schließlich "bei jedem Beat" aufs Becken ein. Musikkritiker Mendelsohn drischt aber vor allem auf Gitarrist Jimmy Page ein: "Leider…
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