The Bevis Frond
„Horrorful Heights“
Cargo (VÖ: 3.4.)
Nick Saloman rockt trotzig weiter.
Der Titelsong dieses Albums könnte auch als Folkrock-Epos aus den späten 60er-Jahren durchgehen, aus jener Zeit, als Nick Saloman als Teenager anfing, in Bands zu spielen. „I don’t want to be left behind/ Here in Horrorful Heights“, singt er zwar. Für jemanden, der behauptet, den Anschluss nicht verpassen zu wollen, bewegt er sich aber auf „Horrorful Heights“ wieder einmal störrisch nicht von der Stelle.
Das 28. Album von The Bevis Frond fügt Salomans Katalog 20 Songs hinzu, doch letztlich sind die anderthalb Stunden neue Musik stets nur einen Gitarrenakkord vom Debüt, „Miasma“ aus dem Jahr 1987, entfernt. Der inzwischen 73-Jährige hat wie gewohnt psychedelisch eingefärbten Folk-Pop („Quietly“) und spröden Garagenrock („A Mess Of Stress“) im Programm, hadert mit seinem Schicksal als verkannter Underground-Held Großbritanniens („King For A Day“) – und liefert eher routiniert als originell ab.