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1969: Led Zeppelin veröffentlichen ihr Debüt – und ROLLING STONE verreißt es


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„Sie legen es darauf an, ihr beachtliches Talent für unwürdiges Material zu verschwenden“.

An „Led Zeppelin I“, dem Debüt vom Led Zeppelin, ließ unser Kollege vom US-ROLLING-STONE, John Mendelsohn, kein gutes Haar. Mendelsohn rezensierte die Platte im März 1969, zwei Monate nach dessen Erscheinen.

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Limitiert, schwache Songs

„Formelhaft“ sei allein schon die Zusammensetzung der Band: ein exzellenter, aber unterverkaufter Gitarrist treffe auf einen „hübschen“ Sänger mit „Soul-Röhre“, leidlich kompetent sei die Rhythmus-Sektion; Schlagzeuger John Bonham dresche schließlich „bei jedem Beat“ aufs Becken ein.

Led Zeppelin im Jahr 1977
Led Zeppelin im Jahr 1977

Musikkritiker Mendelsohn drischt aber vor allem auf Gitarrist Jimmy Page ein: „Leider ist er als Produzent doch sehr limitiert, und er schreibt schwache Songs, ohne Ideen, und das Album leidet unter Pages Produktion und den von ihm komponierten Liedern.“  Sie würden an B-Seiten-Material für die Yardbirds erinnern.

Dröge!

„Babe I’m Gonna Leave You“ kennzeichnet Mendelsohn als besonders schlechtes Stück: „Sehr dröge, speziell in den Gesangspassagen, redundant, sicher nicht die sechseinhalb Minuten wert, die Led Zeppelin dem Song widmen.“

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Die vollständige – damals noch nicht mit Sternen gewertete – Rezension von „Led Zeppelin I“ finden Sie hier.

Die Käufer urteilten anders als der ROLLING STONE. Die Platte kletterte 1969 in den US-Albumcharts bis auf Position zehn, in England bis auf sechs.

Und auch die Kollegen vom US-ROLLING-STONE sehen „I“ heute in einem anderen Licht. Das Magazin listete es 2012 im Ranking der „500 Greatest Albums of all Time“ auf Platz 29.

Michael Ochs Archives Getty Images

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