Fernandes: „Mein Gott! Er hatte einen Kratzer am Hals!“

Collien Fernandes reagiert auf ein Statement von Ulmens Anwaltsteam mit Unverständnis.

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Kurz nach Veröffentlichung einer presserechtlichen Erklärung von Christian Ulmens Anwaltskanzlei Schertz Bergmann am 27.03. hat sich Collien Fernandes auf Instagram zu Wort gemeldet – und relativiert die darin enthaltene Darstellung zur Festnahme auf Mallorca.

Die Berliner Kanzlei Schertz Bergmann hatte zuvor in einer offiziellen Erklärung mitgeteilt, dass Ulmen zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Fernandes  oder anderen Personen hergestellt oder verbreitet habe. Der „Spiegel“ hatte zudem unter anderem über einen Streit auf Mallorca berichtet, in dessen Zuge Ulmen vorübergehend festgenommen worden sein soll. Laut der Kanzlei sei dabei aber auch Fernandes vorrübergehend festgenommen worden – wegen körperlicher Gewalt an Ulmen, der eine Verletzung am Hals aufgewiesen haben soll. Die Polizei sei von beidseitigen Verfehlungen ausgegangen; eine einseitige Schuldzuweisung habe es nicht gegeben.

Fernandes: „Ein kleiner Kratzer“

Fernandes relativiert diese Darstellung. Es habe sich lediglich um einen kleinen Kratzer gehandelt, der durch einen eingerissenen Nagel entstanden sei. Ulmen selbst habe der Polizei gegenüber geäußert, dass sie ihm keinerlei Gewalt angetan habe. „Und nun wird von einer Verletzung am Hals geschrieben, während ich am ganzen Körper blaue Flecken hatte“, schreibt Fernandes – diese seien nachweislich dokumentiert. Es gebe Bilder ihrer blauen Flecken, sie sei zudem vor einer Ärztin der Justiz ausgezogen worden.

Ihr abschließendes Fazit: „Ich bin so unfassbar fassungslos! Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll. Für so armselig hätte ich den Täter nicht gehalten.“

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Ulmens Anwälte bestreiten Vorwürfe

Die Kanzlei kündigte in einem Schreiben an, rechtlich gegen die Berichterstattung des „Spiegel“ vorzugehen. Entsprechende Darstellungen über Deepfakes seien falsch – nach derzeitiger Kenntnis der Kanzlei werde dieser Vorwurf zudem gar nicht erhoben. Zentrale Punkte der Berichterstattung bezeichnet die Kanzlei als „nachweislich unvollständig und falsch“. Ulmen selbst hat sich bisher nicht öffentlich geäußert.

Zum Gerichtstermin in Palma de Mallorca, zu dem Ulmen laut „Spiegel“ nicht erschienen sein soll, erklärt die Kanzlei, ihr Mandant sei schlicht nicht geladen worden. Das spanische Gericht habe das Verfahren zudem heute ausgesetzt, da Fernandes eine erforderliche notarielle Erklärung nicht abgegeben habe – sämtliche Ermittlungshandlungen seien damit ebenfalls ausgesetzt.