Ross „The Boss“ Friedman, Gitarrist der Dictators und Manowar, mit 72 Jahren gestorben
Mitgründer der geliebten Punk- und Metal-Bands stirbt nach seinem Kampf gegen ALS.
Punk- und Metal-Legende Ross „The Boss“ Friedman, Gitarrist und Mitgründer der Dictators und Manowar, ist im Alter von 72 Jahren gestorben.
Friedmans Tod am 26. März wurde am Freitag bekannt gegeben – nur einen Monat nachdem der Gitarrist öffentlich gemacht hatte, dass bei ihm Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit, diagnostiziert worden war.
„Mit tiefer Trauer geben wir das Ableben von Ross ‚The Boss‘ Friedman aus der Bronx bekannt, der letzte Nacht nach seinem Kampf gegen ALS gestorben ist“, schrieb sein offizieller Social-Media-Account. „Als legendärer Gitarrist und geliebter Vater haben seine Musik und sein Geist Fans auf der ganzen Welt genauso berührt, wie ihr ihn berührt habt. Wir sind dankbar für die überwältigende Welle der Liebe und Unterstützung, die ihr ihm während seiner gesamten Karriere und besonders in den letzten Monaten entgegengebracht habt.“
Punk-Pionier aus der Bronx
Der in der Bronx geborene Friedman trat erstmals in den ganz frühen Tagen der New Yorker Punk-Szene in Erscheinung, als er 1973 gemeinsam mit seinen Freunden Andy Shernoff und Scott Kempner die Dictators gründete. In ihrer ursprünglichen Besetzung veröffentlichte die Band drei Alben, darunter das bemerkenswerte „Manifest Destiny“ von 1977, das es in die Billboard-200-Albumcharts schaffte.
1980, nach einem Engagement als Vorband von Black Sabbath mit Shakin‘ Street, tat sich Friedman mit Black-Sabbath-Basstechniker Joey DeMaio zusammen, um die Heavy-Metal-Band Manowar zu gründen. In seinem jahrzehntelangen Wirken mit der Gruppe war Friedman auf sechs Manowar-Alben vertreten, darunter „Hail to England“ von 1984, das auf Platz 87 der ROLLING-STONE-Liste der 100 größten Metal-Alben aller Zeiten landete.
Manowar, die mit dem Slogan „Death to false metal“ auftraten, stellten einst einen Guinness-Weltrekord als lauteste Band der Welt auf. „Mit großer Trauer haben wir vom Tod Ross ‚The Boss‘ Friedmans erfahren, der kurz zuvor seine ALS-Diagnose öffentlich gemacht hatte“, erklärte Manowar in einem Statement. „Musik war Ross‘ Leben, und er hat seine Spuren sowohl im Heavy Metal als auch im Punk Rock hinterlassen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und seinen Fans überall auf der Welt.“
Friedmans musikalisches Erbe
Friedman verließ Manowar 1989 und spielte in den folgenden Jahren mit Death Dealer, den Spinatras, den Brain Surgeons und seiner eigenen Ross the Boss Band, bevor er in den vergangenen Jahrzehnten auch immer wieder mit den Dictators auf der Bühne stand.
„Seine Musik bedeutete ihm alles, und seine Gitarre war der Atem seines Lebens. Diese heimtückische Krankheit hat ihm das genommen“, hieß es weiter in der Erklärung auf seinem Social-Media-Account. „Sein Vermächtnis mit The Dictators, Manowar, der Ross the Boss Band und anderen Kollaborationen wird für immer in unseren Herzen und Ohren weiterleben.“