„So geht seriöser Journalismus“: Collien Fernandes antwortet nach „Caren Miosga“

Nach dem ARD-Auftritt bei „Caren Miosga“ reagiert Collien Fernandes auf Hater-Kommentare. Was steckt dahinter?

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Am Sonntagabend (30. März) war Collien Fernandes bei „Caren Miosga“ zu Gast – was vorab für Wirbel gesorgt hatte. Wie Christian Ulmens Anwalt zu Protokoll gab, wäre auch er gern in der ARD-Sendung zu Wort gekommen, hätte aber nicht eingeladen werden können – die Gästeliste sei bereits voll gewesen, die Sendung geplant. Er kritisiert das Konzept gar als rechtswidrig, weil Ulmen keinen Raum für seine Perspektive erhalten habe.

Fernandes‘ Instagram-Statement vor der Sendung

Collien Fernandes hatte schon vor Ausstrahlung der Sendung mit dem Thema „Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?“ auf Instagram ein Statement veröffentlicht. „Wie ihr euch denken könnt, geht es mir gerade nicht immer gut“, schreibt sie. „Es ist ein emotionales Auf und Ab, trotzdem freue ich mich natürlich darüber, dass die politische Debatte Fahrt aufgenommen hat, Frauen (und es betrifft tatsächlich in erster Linie Frauen) künftig besser vor digitalem Missbrauch geschützt sein sollen.“

Reaktion nach der Sendung: „So geht seriöser Journalismus“

Nach der Sendung fügte sie einen Absatz hinzu: „Noch eine Sache zum Thema Caren Miosga – und ich bin froh, dass es so ist: Bevor ich dort talken durfte, musste ich meine Beweise offenlegen. So geht seriöser Journalismus!“

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Tatsächlich gab es Vorbehalte gegenüber dem Format, in denen es hieß, Fernandes habe ohne Gegenstimme ihre Sicht der Vorfälle darlegen dürfen. In dem Gespräch mit Caren Miosga wurden keine „Beweise“ vorgelegt – das muss aber auch nicht Gegenstand dieser Sendung sein.

Fernandes antwortet auf Hater-Kommentare

Wie zu erwarten tummeln sich unter Fernandes‘ Posting viele kritische Kommentare. Die Hater wollen Beweise für Ulmens angebliches Fehlverhalten sehen. Fernandes hat die – seltene – Gelegenheit genutzt, auf einige der Trollkommentare zu reagieren.

„Frag doch mal beim Täter nach, warum er, im Gegensatz zu mir, nichts unter Eid aussagen möchte …“, antwortet sie. Christian Ulmens Namen nennt sie nicht.

Strafverfahren offen – Unschuldsvermutung gilt

Ob es zu einem Strafverfahren in Deutschland kommt, ist derweil unklar. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.