Slow Leaves
„The Ruins Of Things Unfinished“
Make My Day/Indigo (VÖ: 1.5.)
Neue Erkenntnisse des Emotions-Archäologen.
Den Titel seiner sechsten Studioplatte, „The Ruins Of Things Unfinished“, hat Grant Davidson an ein Zitat des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa angelehnt: „Ich bestehe aus den Ruinen unvollendeter Dinge.“ Unter seinem Pseudonym Slow Leaves begibt sich der kanadische Singer-Songwriter auf akustische Spurensuche und tritt eine Reise zu seinen Wurzeln an. Es geht um die mächtige Prägekraft generationsübergreifender Traumata.
Begonnen wird am Nullpunkt: „I’m tired of dreaming/ I’m tired of believing/ I’m tired of feeling/ It’s never enough“, singt Davidson mit einer Stimme, die ein Verwandtschaftsverhältnis zu Roy Orbison und Bryan Ferry suggeriert. Nick Drake und Neil Young spielen ebenfalls eine tragende Rolle im musikalischen Stammbaum, aber auch fiddleverzierte Americana-Referenzen und gediegener Indie-Pop. Das schönste Lied, „Out Of Time“, hat er sich bis zum Finale aufgehoben.