VHS ade: Viedeo-Decks mit Festplatten und DVD-Brennern

VHS war gestern. Heute haben die Stars im Medienregal Brennerlaufwerke für eigene DVD-Lonserven und Festpaltten für den schnellen Mitschnitt. Fünf Digitalrekorder zeigen exemplarisch, wofür die neue technik steht: wesentlich bessere Bildqualität, viel mehr Komfort ohne Umspulen und Bandsalat.

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Der mächtigste unter den Combi-Recordern Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Erfindung des VHS-Videorecoders ist das Band am Ende: Bespielbare DVDs und emsig surrende Festplatten lösen die sperrigen Kassetten ab, und mit ihnen kommen gestochen scharfe Bilder, Bahn brechender Komfort und – last but not least – auch tadelloser Sound. Denn die Recorder der neuen Generation nehmen nicht nur digital auf: Sie funktionieren auch als Player für CDs, selbst gebrannte MP3-Konserven und natürlich auch für Video-DVDs mit Mehrkanal-Ton nach Heimkino-Art. Die einfachsten Maschinen dieser Gattung gibt es sogar schon zu Tarifen, die kaum noch über den Preisen guter S-VHS-Recorder liegen. Der Philips DVDR 610 beispielsweise ist schon für 240 Euro zu haben. Er arbeitet mit einmal bespielbaren Rohlingen vom Typ DVD+R, die sich auf den meisten neueren DVD-Player-Modellen abspielen lassen, und mit löschbaren DVD+RW-Scheiben, die auf über 70 Prozent aller DVD-Player laufen. Die Spieldauer der selbst gebrannten DVDs hängt von der gewünschten Bildqualität ab. Sollen die Videos detailscharf und klar auf der Mattscheibe erscheinen, reicht die Kapazität der DVD-Medien für zwei Stunden Programm. Bevor der Philips startklar ist, nimmt er über die üblichen Stereo-Cinchbuchsen oder über einen digitalen Tbnausgang Kontakt mit der HiFi-Anlage auf; eine Scart-Buchse stellt die Verbindung zum Fernseher hen Die TV-Sender sucht das eingebaute Fernseh-Empfangsteil automatisch, und zur Aufnahme genügt dann ein einziger Druck auf die dafür zuständige rote Taste – oder die Eingabe der Tuner-Daten mit der narrensicheren Showview-Funktion. Wer auf die neue Technik umsteigt, muss also gar nicht so viel Neues lernen viele Bedienabläufe sind bereits aus der VHS-Welt gut bekannt. Etwas komplizierter wird es, wenn eine eingebaute Festplatte ins Spiel kommt. Sie bietet zusätzlichen Komfort: Die Aufnahmen lassen sich zum Beispiel schneiden und von lästigen Werbeblöcken befreien, bevor sie zur endgültigen Archivierung auf eine DVD überspielt werden. Die Festplatte taugt auch als Zeitmaschine: Noch während sie ein Programm aufnimmt, kann man es bereits zeitversetzt anschauen, dabei nach Belieben eine Pau-1 se einlegen oder auch vor-und zurückspulen. Zu den preisgünstigsten Modellen dieser Art zählt der Kombi-Recorder Liteon LVW-5045 (um 450 Euro). Auf seiner 160 Gigabyte großen Festplatte kann er bis zu 66 Stunden Video-Programm in guter Qualität aufnehmen, und zur Überspielung akzeptiert er gleich vier verschiedene Arten von DVD-Rohlingen: die einmal bespielbaren Varianten DVD+R und DVD-R sowie die löschbaren Scheiben DVD+RW und DVD-RW.

Auch Sony hat eine Maschine mit einer 160 Gigabyte großen Festplatte und mit einem Multistandard-DVD-Laufwerk im Programm – zum deutlich höheren Preis von rund 900 Euro. Dafür bietet das RDR-HX900 genannte Gerät eine ausgezeichnete Menü-Führung, die selbst die Video-Nachbearbeitung zum Kinderspiel macht, und eine hochkarätige Video-Elektronik, die für perfekte Anpassung der Ausgangssignale an einen Heimkino-Projektor oder an einen großen Flachbildschirm sorgt. Pioneer bietet sogar schon einen Festplatten-DVD-Recorder namens RCS-9H als Teil einer kompletten Heimkino-Anlage an mit Mehrkanal-Verstärker, Radio-Teil und Lautsprecher-Set (um 1500 Euro). Der Elektronik-Baustein lässt eine 80 Gigabyte große Festplatte für etwa 32 Stunden Programm in guter Qualität rotieren, das DVD-Laufwerk bespielt DVD-R- und DVD-RW-Rohlinge.

Die derzeit opulenteste Aufhahmemaschine aber stammt von Panasonic und trägt das Typenkürzel DMR-E500. Auf ihre 400 Gigabyte große Festplatte passen 177 Stunde Video in erstklassiger Qualität. Für selbst gebrannte DVD-Archive kommen zwei verschiedene Medien in Frage: die einmal bespielbare DVD-R oder die löschbare DVD-RAM, die sich allerdings auf den meisten DVD-Playern nicht abspielen lässt. Sogar Speicherkarten vom Typ SD Card kann der Apparat bespielen mit Videos in kleinen Formaten, die man dann unterwegs auf einem handlichen Taschen-Player anschauen kann. Sogar für die PC-Connection ist der Panasonic gerüstet: Über einen Netzwerkanschluss kann er mit Computern Kontakt aufnehmen. Das alles hat natürlich seinen Preis: Stolze 1800 Euro verlangt der Händler.

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