Alex Turner: „Submarine“ ist da / Arctic Monkeys: Infos zu „Suck It And See“


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Freunde der zuletzt im Studio abgetauchten Arctic Monkeys dürfen sich nun über konkrete Infos zum neuen Album freuen. „Suck It And See“ wird es heißen und am 03. Juni erscheinen. Zwölf neue Songs sind drauf, von denen der erste ja schon vergangene Woche mitsamt Video-Clip veröffentlich wurde.

Fangen wir ruhig mit dem neuen Song an, der streckenweise ein wenig klingt, als hätten die Arctic Monkeys die Beach Boys für sich entdeckt. „Brick By Brick“ ist dennoch ein schicker Popsong geworden, der gerne mal die Richtung wechselt und damit überspielt, dass Alex Turner diesmal lyrisch nicht ganz so viel eingefallen ist. Wann das Album kommen wird, steht derweil noch nicht fest. Da allerdings Turner und Co. auch auf dem Hurricane / Southside spielen werden, ist ein Release im Frühsommer gar nicht mal so unwahrscheinlich. Hier der Clip zu „Brick By Brick“:

„Suck It And See“ wurde wieder von James Ford, sonst Mitglied bei Simian Mobile Disco, produziert. Wie schon zu „Humbug“ bevorzugte es die Band, in den Vereinigten Staaten aufzunehmen. Diesmal allerdings nicht in der Wüste um Joshua Tree sondern in den legendären Sound City Studios in Los Angeles, wo z. B. „Nevermind“ von Nirvana aufgenommen wurde. Hier ist die Tracklist:

1. She’s Thunderstorms
2. Black Treacle
3. Brick By Brick
4. The Hellcat Spangled Shalalala
5. Don’t Sit Down ‘Cause I’ve Moved Your Chair
6. Library Pictures
7. All My Own Stunts
8. Reckless Serenade
9. Piledriver Waltz
10. Love is a Laserquest
11. Suck It and See
12. That’s Where You’re Wrong

Interessant ist dabei vor allem, dass der Song „Piledriver Waltz“ bereits auf der Solo-EP von Alex Turner zu finden ist. Die ist nun erschienen und der Soundtrack zum Film „Submarine“ von Richard Ayoade, der dem ein oder anderen als Charakter „Moss“ aus der sehr lustigen UK-Sitcom „The IT-Crowd“ bekannt sein dürfte.

„Submarine“ ist die Verfilmung des tragikkomischen Romans gleichen Namens von Joe Dunthorne. Die fünfeinhalb Songs (der erste ist ein einminütiges Intro) zeigen Alex Turner als barmenden (pubertierenden) Romantiker, dessen Stimme sich ganz wunderbar mit den akustischen Arrangements verträgt. Thematisch greift Turner die klassichen Coming-of-Age-Motive des Films auf und lässt dabei ein ums andere Mal die lyrische Finesse aufblitzen, die beim neuen Artic Monkeys-Song fehlt.

So beginnt Turner die EP mit den Zeilen „I’m not the kind of fool / who is gonna sit and sing to you about stars, girl“. Um dann genau das zu tun: „But last night I looked up into the dark half of the blue and they’d gone backwards / Something in your magnetism must have pissed them off.“

Scheint also, als hätte sich Turner gut in das Seelenleben des Protagonisten Oliver Tate einfühlen können – die Tatsache, dass es sich bei Tate-Darsteller Craig Roberts um einen erstklassigen Turner-Lookalike handelt, dürfte vielleicht hilfreich gewesen sein.

„Submarine“ startet dieser Tage in England, für Deutschland ist leider noch kein Starttermin bekannt.

Trailer zu „Submarine“:

Zusammenschnitt geleakter Songs aus „Submarine“, die sich noch vom finalen Mix unterscheiden:

Interview mit Richard Ayoade, der mit „Submarine“ als Regisseur debütiert und gut informierten Serienguckern als Moss aus „The IT-Crowd“ bekannt sein dürfte: