Apple-Mitbegründer Steve Jobs ist tot


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Die Weltkugel auf dem iPhone-Wallpaper drehte sich einen Moment lang nicht mehr, als an einem Donnerstagmorgen Ende August Steve Jobs, legendärer Mitgründer der Firma Apple Inc. in Cupertino, Kalifornien, seinen Rücktritt als CEO des Computererfinders und -herstellers bekannt gab. Als Aufsichtsratsvorsitzender sollte er zwar im Hintergrund präsent bleiben, neues Gesicht der Marke sollte allerdings sein früherer zweiter Mann Tim Cook werden.

Nun wird sich die Weltkugel wohl eine Weile gar nicht mehr drehen, denn Steve Jobs ist im Alter von 56 Jahren verstorben. Man hatte schon bei seinem Rücktritt befürchtet, dass seine Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung weiter fortgeschritten war, als man wahrhaben wollte.

„In tiefer Trauer teilen wir mit, dass Steve Jobs heute gestorben ist“, erklärte der Apple-Konzern in San Francisco. „Steves Brillanz, Leidenschaft und Energie waren die Quelle zahlloser Innovationen, die unsere Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist wegen Steve ein besserer Ort.“

Seine Familie teilte mit, Jobs sei friedlich im Kreis seiner Angehörigen gestorben. Man danke allen Menschen, die Jobs in den vergangenen Monat seiner Krankheit ihre guten Wünsche ausgesprochen und für ihn gebetet hätten, erklärte die Familie. „In seinem öffentlichen Leben war Steve als Visionär bekannt; im Privatleben schätzte er seine Familie“, hieß es. „Wir wissen, dass viele von Ihnen mit uns trauern und wir bitten darum, in dieser Zeit der Trauer unsere Privatsphäre zu respektieren.“

Auch der neue Vorstandsvorsitzende Tim Cook äußerte sich in einem Schreiben an seine Mitarbeiter: „Apple hat einen Visionär und ein kreatives Genie verloren und die Welt hat einen fantastischen Menschen verloren“, erklärte Cook dem Schreiben. „Diejenigen von uns, die das Glück hatten, Steve zu kennen und mit ihm zu arbeiten, haben einen lieben Freund und einen inspirierenden Mentor verloren.“ Jobs hinterlasse ein Unternehmen, das nur er aufbauen konnte und «sein Geist wird für immer die Grundlage von Apple bilden“.

Selbst US-Präsident Obama äußerte sich offiziell zum Tode des vielleicht bekanntesten und spannendsten Unternehmers seines Landes: „Die Welt hat einen Visionär verloren“, erklärte Obama in einer Stellungnahme. Jobs sei mutig genug gewesen, anders zu denken, kühn genug zu glauben, er könne die Welt ändern und talentiert genug, um es zu tun. Via Twitter fügte der Präsident hinzu: „Es gibt wahrscheinlich keine größere Würdigung von Steves Erfolg als die Tatsache, dass die größten Teile der Welt von seinem Tod auf einem Gerät erfahren haben, das er erfand.“

Während die Wirtschaftswelt ebenfalls trauert und nun darüber nachdenken muss, wie es ohne diese schillernde Leitfigur mit Apple weitergehen wird, trauern wir vor allem um den Verlust der brillantesten Rampensau des Silicon Valley. Wie Steve Jobs bei Großevents und kleinen Versammlungen in den legendären Keynotes seine Jahrhundertprodukte vorstellte, in einer herrlichen Mischung aus Erdkundelehrer-Vortrag und Nerd-Referat – das bleibt unersetzlich. Deshalb hier noch einmal, als Gedenken, eine kleine Auswahl seiner besten Keynotes…

iMac-Vorstellung, 1998

iPod-Vorstellung, 2001

iPhone-Vorstellung, 2007

iPad- Vorstellung, 2010