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Highlight: Marilyn Monroe: Die schönsten Bilder aus ihrem Leben

Audrey Hepburn frühstückt seit 50 Jahren bei Tiffany. Von Arne Willander

Als Paramount im Jahr 1960 die Verfilmung von Truman Capotes Novelle „Frühstück bei Tiffany“ plante, zeigte sich bald das zentrale Problem. Mit Blake Edwards hatte das Studio einen Regisseur verpflichtet, der seit „Operation Petticoat“ (1959, mit Cary Grant) als Komödien-Spezialist galt. Die Rolle der Holly Golightly aber war insofern heikel, als Capote durchblicken ließ, dass sie ein leichtes Mädchen ist oder das, was man heute Call- oder Escort-Girl nennt. Zwar endet die Begleitung in George Axelrods Drehbuch vor der Wohnungstür, doch schon die bezahlten Besuche bei einem Gangster in Sing-Sing deuten eine gewisse Prinzipienlosigkeit an. Capote hatte bei Holly stets an seine Freundin Marilyn Monroe gedacht, die allerdings etwas zu alt und im Verhalten sehr erratisch war. Paramount hatte Audrey Hepburn unter Vertrag, und die war überraschend mit der Rolle einverstanden.

Nun liegt der Charme ihrer Darstellung darin, dass sie Käuflichkeit allenfalls als Mittel zum Zweck (der Hilfe für ihren Bruder) andeutet – und für immer die sympathische Seite weiblicher Schrulligkeit und Flatterhaftigkeit definierte. Die Szene, in der sie unschuldig zu Paul Varjak (George Peppard) ins Bett, man muss sagen:  gleitet, wäre bei der Monroe kaum glaubwürdig gewesen, obwohl die Golightly fragt: „Wir sind doch Freunde, nicht?“ Bei dem erfolglosen Schriftsteller, der sich von einer älteren Dame der Gesellschaft (Patricia Neal) aushalten lässt, lassen sich erotische Gefühle nicht ausschließen – doch das Staunen über diesen seltsamen Vogel beschäftigt ihn bis fast zum Ende des Films.

Dass die fragile Hepburn gar nicht dem damaligen amerikanischen Frauenklischee entsprach, erwies sich als Glücksfall: Sie verkörperte etwas Europäisches, Elegantes, Ätherisches und Knabenhaftes, das mit dem extravaganten Hut, den langen Handschuhen und der überdimensionierten Zigarettenspitze ikonenhaft wurde. George Peppard gab nussknackerhaft den gescheitelten All-American Boy – und zwar, wie sich Patricia Neal erinnerte, sehr selbstbewusst und bestimmend. Blake Edwards gab Jahrzehnte später zu, dass er Peppard nicht besetzt hätte („not my cup of tea“), obwohl er ihn persönlich schätzte. Ein paar Jahre später wären Dustin Hoffman oder Richard Dreyfuss die perfekten Nachbarn gewesen. 1960 hätte man Paul Newman verpflichten können, der freilich – aus gutem Grund – nicht in Komödien besetzt wurde. Peppard ist zwar kein überzeugender Schriftsteller, aber er funktioniert sehr gut als Stellvertreter des Zuschauers: Auch er guckt entgeistert Holly zu und reibt sich die Augen.



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