Beastie Boys bekommen Recht: Sieg im Streit mit Energy-Drink-Giganten


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Die verbliebenen Mitglieder der Beastie Boys haben einen Rechtsstreit um die Verletzung von Urheberrechten gegen „Monster Beverage“ gewonnen. Das Unternehmen ist bekannt für seine ungemein beliebten Energy-Drinks. Zurück geht der vor Gericht verhandelte Fall auf ein Werbevideo, indem ohne die Erlaubnis der Boys fünf Songs („Sabotage“, „So What’cha Want“, „Make Some Noise“ und „Looking Down the Barrel of a Gun“) in einem „Beastie Boys Megamix“ verwendet wurden. Zugleich hatte der Getränkehersteller ohne Erlaubnis die Nachricht verbreitet, dass Adam ‚MCA‘ Yauch verstorben ist: Bei einer von „Monster Beverage“ unterstützten Veranstaltung im Jahr 2012 flackerte auf einem Bildschirm der Schriftzug „RIP MCA“ auf. In seinem Testament hatte der Mitbegründer der Beastie Boys festgesetzt, dass sein künstlerisches Werk, und damit auch das der Beastie Boys, nicht für Verkaufszwecke missbraucht werden dürfe.

Nach acht Tagen Prozess, auch im Beisein der Band, verkündete das Gericht eine Entscheidung: Der Energy-Drink-Produzent muss nun 1,7 Millionen Dollar Entschädigungszahlungen leisten. Nachdem das Urteil verlesen wurde, umarmte Adam Horovitz, der seit 1982 Mitglied der Beastie Boys ist und den Bassisten John Berry ersetzt hatte, ganz spontan seine Freundin Kathleen Hanna, Ikone der Riot-Grrrl-Bewegung und ehemals Sängerin bei Le Tigre. „Wir sind glücklich und danken der Jury für ihr Urteil“, kommentierte der auch als Ad-Rock bekannte Künstler die Entscheidung.

Bereits während des Prozesses hatte Michael Diamond (Mike D) das Ende der Band bekannt gegeben. Seiner Meinung nach sei klar, dass es nach dem Tod von ‚MCA‘ keine weitere Musik der Beastie Boys mehr geben könne. „Wir sind seit ‚MCA’s Tod nicht mehr in der Lage zu touren“, gab Diamond zu erkennen. „Wir können keine neue Platte aufnehmen.“ Auf die Frage hin, ob die Beastie Boys die Erlaubnis für das Verwenden ihrer Songs in dem Video auf Anfrage von „Monster Beverage“ erteilt hätten, antwortete Mike D mit einem klaren „Nein“.

Das vor Gericht unterlegene Unternehmen verkündete im Anschluss des Richterspruchs, dass man die Strafsumme für unangemessen halte. Anwälte hatten vor Gericht dargelegt, dass die Verwendung der Musik im Video auf den Fehler eines Mitarbeiters zurückging, der irrtümlich geglaubt habe, man besäße die Rechte dafür.

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