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Berlin Festival: Unsere Empfehlungen. Tickets gewinnen!


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Am kommenden Wochenende findet auf dem Flughafengelände Tempelhof bereits zum dritten Mal das Berlin Festival statt ( alle Infos gibt es hier) – und hat definitiv etwas gutzumachen: Im letzten Jahr wurde das Festival nämlich aufgrund eines bedenklichen Gedränges an einer Publikumsschleuse vorzeitig beendet – der geplante Auftritt von Fatboy Slim musste entfallen. Auch wenn der Vorfall ein Stückweit der Post-Duisburg-Sorge geschuldet war, sorgte der vorzeitige Abbruch am Freitag und die Spielzeitverschiebungen am Folgetag für Unmut bei vielen Besuchern. Man darf allerdings davon ausgehen, dass die Veranstalter in diesem Jahr alles dafür tun werden, dass sich der Ärger nicht wiederholt. Und das Line-up, das in diesem Jahr ebenso auf alte Helden setzt, wie auf spannenden Nachwuchs, dürfte sicher für viele etwas zu bieten haben. Daniel Koch und Julia Maehner haben schon einmal vorsortiert, was man auf keinen Fall verpassen sollte.

Primal Scream plays „Screamadelica“ – „Movin‘ On Up“
Jetzt also auch Primal Scream! Die Masche, sich als in die Jahre gekommene Band noch einmal spannend zu machen, in dem man sein wahlweise erfolgreichstes / ältestes / abgefahrenstes / gewagtestes Album in voller Länge auf die Bühne bringt, ist nun mal nicht wirklich neu. Dennoch: Auf Primal Scream freut man sich, wenn sie am Freitag um 21 Uhr auf der Mainstage Hits wie „Movin‘ On Up“, „Loaded“ und am Ende natürlich „I’m Coming Down“ bringen werden, von jenem Album, das als die Fusion von Rave und Rock in die Musikgeschichte eingegangen ist – „Screamadelica“. Das Berlin Festival ist ihr einziger Stopp dieser Jubiläumstour.

Firefox AK – „Winter Rose“
Ihre ersten Konzerte absolvierte die Schwedin Andrea Kellerman mit einer weißen Gitarre und einem weißen iPod an der Hüfte, der sie mit pluckerigen Beats unterstützte. Und man dachte schon damals: „Oha, Songwriterin 2.0?“ Auf ihrem nunmehr dritten Album „Color The Trees“ hat sie den Gitarrenanteil runtergeschraubt und spielt einen sonderbaren aber wundervollen elektronischen Pop, den sie nicht mehr mit iPod sondern mit Band auf die Bühne bringt. Ach ja, die Dame ist übrigens verheiratet mit dem Songwriter Tiger Lou. Deshalb auch dieser Song vom zweiten Album „If I Were A Melody“:

Alex Winston – „Choice Notes“
Als die Dame aus New York Anfang des Jahres beim Introducing-Abend in Berlin aufspielte, vermutete manch einer im Vorfeld hinter dem Namen einen hippen NYC-DJ oder dergleichen. Die Kunde hatte sich also noch nicht bis nach Berlin verbreitet, das Alex Winston eine äußerst quirlige Sängerin ist, die mal dem Dance-Pop frönt, um dann wieder in eine Art Happy-Hippie-Folk-Soul-Pop zu verfallen, der live sehr charmant rüberkommt – was auch an ihren Schwestern liegen könnte, die sie auf der Bühne begleiten und dort mal schief mal schön den Chor geben – was sie sicher auch am Freitag um 15 Uhr auf der Hangar 5-Stage machen werden. Hier eine Live-Aufnahme, die vor einem Konzert in London in einer düsteren Seitenstraße aufgenommen wurde und den Live-Charme ganz gut einfängt:

Waters – „For The One“
Am Freitag, wenn sie um 15 Uhr auf der Hangar 4-Stage spielen, erscheint auch das Debütalbum von Waters „Out In The Light“ und darauf freut sich der Autor dieser Zeilen ja schon seit dem Immergut, wo er in seine Festivalnachlese schrieb: „Zuvor hatten Waters (weder verwandt noch verschwägert mit Roger gleichen Namens), die erst im Herbst ihr Debüt (auf City Slang) vorlegen, ihren allerersten Auftritt. Hinter dem recht beliebigen Namen verbirgt sich Van Pierszalowski, der vormals bei Port O’Brien tätig war. Obwohl er auch deren Hits wie ‚I Woke Up Today‘ spielte (der Grund: ‚This is our first gig ever. We don’t have enough songs for a whole set‘) waren es vor allem die ungestümen Waters-Songs, aus denen man den melodischen Krach von Dinosaur Jr. und Sebadoh rauszuhören glaubte.“ Tja, das Album ist voll von den Dingern. Und die klingen ungefähr so:

Health – „We Are Water“
Es hat nicht alles Hand und Fuß und Strophe und Refrain was die Hipster aus L.A. auf ihren Alben und auf der Bühne fabrizieren. Und es beschleicht einen immer noch das Gefühl, die Herren haben mehr T-Shirts und Jutebeutel als Platten verkauft: Dennoch hat ihr futuristischer Noise, der sich gleichermaßen aus Breakbeat, Grindcore, Progrock und Radiohead-Verehrung speist, eine geradezu heilende Wirkung, die man schon vor zwei Jahren auf dem Berlin Festival erleben konnte. Diesmal spielen sie am Freitag um 18.30 Uhr auf der Hangar 4-Stage. Tolle Videos machen sie zudem:

Bloody Beatroots Death Crew 77 – „Domino“
Starken Tobak gibt es auch am Samstag im Hangar 5. Ab 23:00 Uhr tritt dort die Bloody Beetroots Death Crew 77 aus Italien auf – und eines lässt sich gesagt sein: Die Konzerte des Trios sind nichts für schwache Nerven. Wer den Spaß mit seinem Handy oder der mitgebrachten Kamera filmt, kann sich auch am Folgetag über einen plötzlichen Tonausfall beim Mitschnitt wundern. Wummernde Electro-Bässe, ohrenbetäubendes Hardcore-Gebrüll und kreischende Synthies machen die Konzerte der Bloody Beetroots zu einem brutalen Live-Erlebnis.

Mount Kimbie – „Carbonated“
Dubstep: Ein lange von der Masse verpöntes Genre, das nun dank Künstler wie James Blake und SBTRKT immer mehr Aufmerksamkeit genießt – zurecht, kann man da sagen. Einer der Vorläufer war da definitiv Mount Kimbie. Das Londoner Duo veröffentlichte 2008 ihre erste EP „Maybes“ und lässt seitdem die Bässe wabern. Am Samstag um 17.00 Uhr dann auch im Hangar 4.

Beirut – „East Harlem“
Von Mount Kimbie zu Mount Wroclai: Beirut begeistern seit ihrem Debüt „Gulag Orkestar“ aus dem Jahr 2006 die Indie-Gemeinde – auch wenn ihr neuestes Werk „Rip Tide“ bei Joachim Hentschel nicht so gut angekommen ist. Auf den Gig beim Berlin Festival freuen wir uns trotzdem, denn es wird sicher wieder ein Spätsommerfest der Folkmusik, am Samstagabend um 19.30 Uhr auf der Main Stage.

Oh Land – „Heavy Eyes“
Die zauberhafte Nanna Fabricius, besser bekannt als Oh Land, macht in guter skandinavischer Tradition betörenden Mädchenpop. Wie ihre Schwestern im Geiste Lykke Li oder Agnes Obel schwebt ihr zartes und doch so kraftvolles Stimmchen über dem Instrumentmeer – bei Oh Land und ihrem gleichnamigen Debüt besteht es aus dubbigen Beats, extensivem Snythesizer-Gebrauch und teilweise auch kindlich-psychedelischem Glockenspiel. Noch dazu ist die Dame am Freitag, im Hangar 5 um 17.00 Uhr, ja recht hübsch anzusehen. Wie eine der griechischen Sirenen – nur nicht ganz so tödlich.

Mine & Hers – „Berlin Mix“
Wenn New Yorker Produzent und DJ Marc-Alan Gray gemeinsame Sache mit der Peaches-Gitarristin Saskia Hahn macht, dann kann dabei ja nur ein außergewöhnlicher Mix herauskommen. Mine & Hers nennt sich das Duo, das von Berlin nach New York und wieder zurück pendelt, um die Welt mit tanzbaren Klängen zu verschönern. Anlässlich ihres Auftritts beim Berlin Festival (Samstag, 19.30 Uhr in der Mobilen Disko) kreierten Gray und Hahn ein Berlin Mixtape, das man hier herunterladen kann.

MINE&HERS BERLIN MIX by MINE&HERS

Ach ja: fast vergessen (oder absichtlich ans Ende des Textes gesetzt): Wir verlosen vier 2-Tagestickets. Wer eines haben möchte, der schreibe eine Mail mit vollen Namen und Mailadresse an verlosung@www.rollingstone – Stichwort: „Berlin Festival“. Die Gewinner erhalten dann jeweils ein e-Ticket per Mail. Viel Glück!


Netflix: Das sind die besten Netflix-Filme aller Zeiten

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