Es geht wieder los: Black-Metal-Musiker brennt Kirchen in Louisiana ab


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Ein Black-Metal-Musik bekannte sich schuldig, in drei Kirchen im US-Bundesstaat Louisiana Feuer gelegt zu haben. Holden Matthews, der Sohn eines Hilfssheriffs, tat dies nach eigenen Aussagen um sein Ansehen in der Black-Metal-Szene zu steigern. Ihm drohen nun zwischen zehn und 70 Jahren Haft.

In einer Zeitspanne von zehn Tagen wurden in der St. Mary Baptist, Greater Union Baptist und der Mount Pleasant Baptist Kirche Feuer gelegt, die die Gebäude nahezu vollständig zerstörten. Berichten zufolge hatte Matthews sich dabei auf die norwegischen Kirchenbrände in den 90er Jahren bezogen, die dort ebenfalls von Mitgliedern der Black-Metal-Szene um Varg Vikernes gelegt worden sind (verewigt im Film „Lord of Chaos“).

Darüberhinaus hatte er von den ersten beiden Feuern jeweils Fotos und Videos auf seinem Facebook-Account hochgeladen. „Matthews hat gestanden, die drei Kirchen aufgrund ihres religiösen Charakters anzuzünden. Sein schändliches Verhalten war ein Verstoß gegen die Bürgerrechte der Kirchengemeinde und schädigte ihre Gemeinschaft“, so der stellvertretende Staatsanwalt Eric Dreiband.

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Matthews wurde überführt, als an einem der Tatorte eine Gasflasche gefunden wurde, die über seine Kreditkarte gekauft wurde. Ein Freund Matthews gab an, dass dieser von seinen Eltern enttäuscht war, da sie ihn in seiner musikalischen Karriere nicht unterstützen wollten. Außerdem soll er entmutigt davon gewesen sein, dass seine Musik nicht gut ist und er diese verbessern solle. In den 90er Jahren kam es in Norwegen zu einer Reihe von Brandanschlägen auf religiöse Symbole, durch die die Black-Metal-Szene in Verruf geriet. Black-Metal-Musiker und Fans distanzierten sich seitdem immer wieder von solchen Taten und erkennen solche Aktionen nicht als Teil ihrer Szene an.

Auf YouTube finden Sie einen Bericht zu den Kirchenbränden in Louisiana, von dem Sender „ABC“.

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