Jonas Åkerlund Lords of Chaos


Jonas Åkerlund verfilmt die sattsam bekannte Geschichte von Mayhem, einer der Gründungsbands des norwegischen Black Metal. Eine Geschichte von Neid, krankhafter Hybris und ideologischer Vernageltheit, die mit brennenden Kirchen und Mord endet, weil ein Wettbewerb in Sachen Trueness die Grenzen von Kunst und Realität irgendwann gewaltsam einreißt. Im Mittelpunkt steht der Konkurrenzkampf zwischen Varg Vikernes und Øystein „Euronymus“ Aarseth, der sich mit seiner Band, einem Plattenladen und einem eigenen Label zum Spiritus Rector der Szene aufschwingt und schließlich von Vikernes ermordet wird, weil der es noch ernster meint.

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Åkerlund betont die zwischen Infantilität, Lächerlichkeit und pathologischer Bösartigkeit changierende Ambivalenz der Szene, aber er stellt das nach mit der Biederkeit einer langen Folge „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Das liegt nicht nur am offensichtlich überforderten Ensemble. „Lords Of Chaos“ hakt brav plakativ, in den Gewaltszenen geradezu pedantisch die Legende ab und wirkt trotz seines dokumentarischen Eifers merkwürdig untrue. Es gehört eben doch einige Kunst dazu, Authentizität zu erzeugen. (Studio Hamburg)

Kooperation

Barack Obama im Interview mit dem ROLLING STONE

Bevor die Aufnahmegeräte am 11. Oktober eingeschaltet wurden, plauderte Interviewer Douglas Brinkley mit Barack Obama über den „Bronco Buster“, die Skulptur von Frederic Remington, die neben seinem Schreibtisch steht und einmal Theodore Roosevelt gehörte. Doch als der Smalltalk zu viel der kostbaren Zeit konsumierte, übernahm der Präsident das Kommando: „Okay“, sagte er bestimmt, „schießen Sie los.“ Als wir das Oval Office wieder verlassen, erwähnt RS-Redakteur Eric Bates gegenüber Obama, dass er seine sechsjährige Tochter gefragt habe, ob es irgendetwas gäbe, das er dem Präsidenten ausrichten solle. Nach längerem Überlegen meinte sie: „Sag ihm: You can do it.“ Obama grinst: „Das…
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