Blondie: „Panic Of Girls“ im Song-Countdown: „The End The End“


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Wie lange hat man solche Keyboards nicht mehr gehört! Seifig flirrend umgarnen sie den Schunkelreggae-Beat der Gitarren, um dann juvenil oszillierend wie von Geisterhand bewegt durch Raum und Zeit zu schweben und schließlich fiepsend in der Kulisse zu entschwinden, wenn Debbie Harry zum Refrain ansetzt: „Take my hand/ And help me stand, so we can watch the end“, singt sie da vocoderverfremdet in niedlichster Mickey-Mouse-Diktion. 

Doch Obacht: Das ganze herrlich bescheuerte 80s-Jahrmarkt-Feel, all das Triefen und Barmen und natürlich die auf unaufdringliche Weise eingängige Melodie verschleiern nur die Sehnsucht der Debby Harry: „Looking at the past, I’d never thought we’d last“, singt sie melancholisch. Die alten Zeiten sind unwiederbringlich dahin, was kommt, kann keiner sagen, aber irgendwie hat sie überlebt. Man hätte es früher nicht für möglich gehalten, aber am Ende möchte natürlich auch die Queen Of Cool nicht alleine alt werden. Und wenn das Ende kommt, wird sie mit ganz viel Style zu einem Slow-Reggae dem Sonnenuntergang entgegen tanzen.