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Highlight: CBGB’s: Der legendäre Club auf der New Yorker Bowery

Blondie: „Panic Of Girls“ im Song-Countdown: „The End The End“

Wie lange hat man solche Keyboards nicht mehr gehört! Seifig flirrend umgarnen sie den Schunkelreggae-Beat der Gitarren, um dann juvenil oszillierend wie von Geisterhand bewegt durch Raum und Zeit zu schweben und schließlich fiepsend in der Kulisse zu entschwinden, wenn Debbie Harry zum Refrain ansetzt: „Take my hand/ And help me stand, so we can watch the end“, singt sie da vocoderverfremdet in niedlichster Mickey-Mouse-Diktion. 

Doch Obacht: Das ganze herrlich bescheuerte 80s-Jahrmarkt-Feel, all das Triefen und Barmen und natürlich die auf unaufdringliche Weise eingängige Melodie verschleiern nur die Sehnsucht der Debby Harry: „Looking at the past, I’d never thought we’d last“, singt sie melancholisch. Die alten Zeiten sind unwiederbringlich dahin, was kommt, kann keiner sagen, aber irgendwie hat sie überlebt. Man hätte es früher nicht für möglich gehalten, aber am Ende möchte natürlich auch die Queen Of Cool nicht alleine alt werden. Und wenn das Ende kommt, wird sie mit ganz viel Style zu einem Slow-Reggae dem Sonnenuntergang entgegen tanzen.  


ROLLING STONE präsentiert: Debbie Harry & Chris Stein in Conversation 2020 – VERSCHOBEN

UPDATE: Debbie Harry und Chris Stein verschieben ihre Auftritte auf September. Neue Termine: 04.09. Köln, Tanzbrunnen - LitCologne Special 06.09. München, Muffathalle 09.09. Berlin, Funkhaus 11.09. Hamburg, Kampnagel Debbie Harry hat mit ihrer Autobiographie „Face It“ wesentlich mehr hingelegt als nur einen schnöden Rückblick auf die Erfolge und Pleiten von Blondie. In einer Mischung aus offenherzigem Storytelling und vielen eindrucksvollen Fotos, Fan-Art-Bildern und Illustrationen bietet der Band sehr viel mehr als die übliche Musikbiografie. Zu lesen ist natürlich von den wilden 70ern in New York City, in denen Blondie neben den Ramones, Television, Talking Heads, Iggy Pop oder David Bowie…
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