Highlight: Wir brauchen „Imagine“ heute mehr, als John Lennon sich das je erträumte

Bob Dylan: Abschied von gestern. Das vollständige Interview!

Anmerkung der Redaktion: Leider konnten wir das Bob-Dylan-Interview aus der amerikanischen Ausgabe nicht in voller Länge veröffentlichen – es kam kurz vor Redaktionsschluss und uns fehlte schlicht der Platz. Wer den kompletten Wortlaut vermisst hat, kann hier nun die ungekürzte Version lesen.

„Ich versuche etwas zu erklären, das nicht erklärbar ist“, sagt er. „Helfen Sie mir doch mal auf die Sprünge.“ Es ist ein warmer Sommertag, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, und wir sitzen auf einer schattigen Terrasse hinter einem Restaurant in Santa Monica. Angesichts der kalifornischen Temperaturen ist Dylan eher untypisch gekleidet: Unter seiner zugeknöpften schwarzen Lederjacke trägt er ein dickes weißes T-Shirt, auf dem Kopf sitzt eine schwarz-weiße Skimütze, die er über Ohren und Stirn gezogen hat. Ein Gewusel rotblonder Haare – offensichtlich eine Perücke – quillt aus der Mütze heraus und bedeckt seine Augenbrauen. Vor ihm steht ein Glas Wasser.

In den 15 Jahren seit „Time Out Of Mind“ hat Dylan – inzwischen 71 – eine kreative Konstanz an den Tag gelegt, die selbst im Rahmen seiner Karriere einmalig ist. „Tempest“, sein neues Album, erzählt Geschichten von Sterblichkeit, Untreue und mühsam erworbener Gnade, kulminiert in einem 14-minütigen Epos über die Titanic, in dem er mit Fakten und Fantasie spielerisch jongliert, gefolgt von einem liebe- und geheimnisvollen Song über seinen Freund und Kollegen John Lennon.

Trotz seines kreativen Laufes scheint es unwahrscheinlich, dass Dylan je wieder den Status erreichen wird, der ihn in den 60er-Jahren zu einer geradezu mythischen Institution machte. Wobei Dylan mit den Auswirkungen dieses Ruhms bekanntlich nicht immer glücklich war. Nach einigen atemberaubenden und kontroversen „elektrischen“ Auftritten, ausgelöst auch durch seinen Motorradunfall, zog er sich 1966 nach Woodstock zurück, um seinen eigenen Mythos zu untergraben. Als er dann Ende der Sechziger mit „John Wesley Harding“ und „Nashville Skyline“ zurückkehrte, klang seine Musik, als sei Dylan ein völlig anderer Mann. Tatsächlich, sagt er heute, war er das auch – oder entwickelte sich zumindest zu einer neuen Person. Wobei die Transformation, die er in jenen Jahren durchlief, laut Dylan weitaus radikaler war, als er es in früheren Äußerungen durchklingen ließ. In „Chronicles: Volume One“, seiner Autobiografie von 2004, geht er auf diese Phase seines Lebens zwar kurz ein, doch im folgenden Interview bekommt dieser Einschnitt eine weitaus tiefere Bedeutung.



John Lennons Sohn hat panische Angst vor Krebs - Muttermal entfernt

Julian Lennon, der Sohn von John Lennon, hat am Montag (03. Februar) auf seiner Facebook-Seite öffentlich gemacht, von einer Krebsdiagnose „tief erschüttert“ gewesen zu sein. „Ich besuchte meine Dermatologin hier in LA, als sie eine kleine Beule an meinem Kopf bemerkte, die eigentlich seit 57 Jahren ein Muttermal war“, beschrieb der Musiker die Situation. „Aber diesmal sah und fühlte es sich ein wenig anders an.“ Die Ärzte führten anschließend eine routinemäßige Biopsie durch und die Ergebnisse zeigten danach, dass der Knoten ein Krebsgeschwür war. Lennon unterzog sich darauf hin schnell einer chirurgischen Entfernung des Muttermals. Julian Lennon hat Angst -…
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