Bon Jovi: Nächtlicher Hilferuf von Bassist Alec John Such


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Die Todesursache des am letzten Samstag verstorbenen Bon-Jovi-Bassisten Alec John Such scheint geklärt. Nach übereinstimmenden Medienberichten in den USA versuchte das 70-jährige Gründungsmitglied der Hard-Rocker um Sänger John Bon Jovi kurz vor seinem Ableben einen Freund zu erreichen.

Nach Auskünften von Gerichtsmedizinerin Tamara Willard vom Horry County (Bundesstaat South Carolina) war weder eine Fremdeinwirkung noch eine etwaige Überdosis von Drogen festzustellen. Die lokale Presse erfuhr, dass John in den Stunden vor seinem Tod „ein Gefühl des Unwohlseins verspürte“ und mitten in der Nacht einen Freund um Hilfe gerufen hat.

Es war gegen viertel nach Zwei am frühen Samstagmorgen, als Alec in seinem Haus plötzlich aufwachte, um auf die Toilette zu gehen. Auf dem Weg zurück ins Bett rief Alec einen Freund an, der ganz in der Nähe wohnt. Besagter Kumpel half Alec zurück in sein Schlafgemach und verließ den Raum.

Als dieser später noch einmal zurückkehrte, um nach dem Rechten zu schauen, musste er feststellen, dass dieser nicht mehr atmete. Die sofort gerufene Ambulanz erschien umgehend in der Siedlung und führte lebensrettende Maßnahmen durch. Die Sanitäter konnten aber nichts mehr für Such tun.

Bandboss und Namensgeber Jon Bon Jovi hatte sich bereits am Sonntag zu der tragischen Nachricht geäußert. Er zeigte sich „untröstlich“ über den Tod des langjährigen Mitstreiters. JBJ sagte, dass Alec maßgeblich dafür verantwortlich zeichnete, dass die Band um das Jahr 1983 herum überhaupt zusammen fand. Er sei von Anfang an ein Leader gewesen.

John zupfte zwischen 1983 bis 1994 die Saiten bei Bon Jovi, und erlebte somit deren gloriose Ära mit Erfolgs-Schoten wie „Livin’ on a Prayer“ oder „You Give Love a Bad Name“ mit. Nach seinem Ausstieg hatte er eine – weitgehend unspektakuläre – Solo-Karriere und traf die alten Kumpels 2018 noch einmal in der US-Stahlstadt Pittsburgh, als Bon Jovi in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen wurden.