Borat beschreibt Giuliani-Skandal als „unschuldige sexy Begegnung“


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In dem langersehnten zweiten Borat-Film „Borat Anschluss Moviefilm“ schafft es Hauptdarsteller Sasha Baron Cohen wieder einmal, einen Prominenten aufs Glatteis zu führen. Dieses Mal trifft es den ehemaligen Bürgermeister von New York City und heutigen Trump-Anwalt, Rudy Giuliani.

Der 76-jährige Rechtskonservative trifft in dem Film auf Borats „15-jährige Tochter“ Tutar Sagdijew, die es sich zum Ziel gemacht hat, Giuliani zu verführen. Tatsächlich handelt es sich bei der Dame jedoch um die 24-jährige Schauspielerin Maria Bakalowa.

Was folgt, ist nicht nur lustig, sondern vor allem höchst problematisch. Hinsichtlich des Skandals, der bereits diesen Sommer an die Öffentlichkeit kam, hat sich Borat nun in einem kurzen Videoclip gegen das Verhalten der „Fake News Medien“ ausgesprochen.

Doch zunächst: Was war überhaupt geschehen? Bei dem gestellten Interview tätschelt „Tutar“ dem Anwalt mehrfach das Bein, zeigt sich unsicher – und lädt ihn auf einen Drink im Schlafzimmer ein. Giuliani – der die ganze Zeit über davon ausgeht, es mit einer 15-jährigen angehenden Journalistin zu tun zu haben – lässt sich widerstandslos darauf ein.

Im Zimmer angekommen, beginnt er, ihren Rücken zu berühren, und fragt nach ihrer Telefonnummer und Adresse. Nachdem sie ihm das Mikrofon abgenommen hat, legt sich Giuliani wieder auf das Bett, zieht sein Hemd aus und greift einige Sekunden lang in seine Hose.

Giuliani behauptet, dass die Szene gefälscht ist

Glücklicherweise trifft in diesem Moment Borat in Drag-Klamotten ein, um „seine Tochter“ aus Giulianis Händen zu befreien und sich ihm statt ihrer anzubieten. Die skandalöse Szene machte bereits vor der Veröffentlichung des Films die Runde; seither hat Rudy Giuliani mehrfach versucht, sich für sein Verhalten zu rechtfertigen.

Obwohl es keinerlei Szenenschnitte irgendwelcher Art gab, behauptet er, der Clip sei „gefälscht“ und „eine völlig sensationslüsterne Falschdarstellung“. Anstatt sich selbst unangemessen berührt zu haben oder ein minderjähriges Mädchen anzumachen, habe er einfach sein Hemd in die Hose gesteckt, nachdem er sein Mikrofon abgenommen hatte, so der Politiker. Wer den Filmausschnitt gesehen hat, wird ihm klar und deutlich widersprechen müssen.

Als Antwort auf Giulianis Ausrede hat Cohen in seiner Borat-Aufmachung nun ein kurzes Video auf Twitter gepostet, in dem er den Medienrummel um die Geschichte kleinredet. So sagt er: „Ich bin hier, um Amerikas Bürgermeister Rudolph Giuliani zu verteidigen. Was eine unschuldige sexy Begegnung zwischen einem einwilligenden Mann und meiner 15-jährigen Tochter war, ist von den Fake-News-Medien in etwas Ekelhaftes verwandelt worden.“

Er fügt hinzu: „Ich warne Sie: Wenn das noch jemand versucht, wird Rudolph nicht zögern, in seinen legalen Schlüpfer zu greifen und seinen Penis herauszupeitschen.“

Der neue Film „Borat Anschluss Moviefilm“ feierte am Freitag (23. Oktober) bei Amazon Prime Video Premiere.


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