Boy George erklärt, warum er einen „männlichen Escort“ an die Wand kettete


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Es ereignete sich im Jahr 2009: Boy George wurde verhaftet, nachdem er im April 2007 in seiner Londoner Wohnung einen männlichen Escort, also einen bezahlten „Begleiter“ mit Ketten an die Wand fesselte und „sinnlose Gewalt“ an ihm ausgeübt haben soll. Boy George wurde damals zu 15 Monaten Haft verurteilt, aber schon vorzeitig nach vier Monaten entlassen.

In der TV-Sendung „Piers Morgan’s Life Stories“ spricht Boy George nun erstmals über den Vorfall und erzählt, wie es dazu gekommen ist:

So nennt er eine „psychotische Episode unter Drogeneinfluss“ als den Hauptgrund für seine Taten, die er am Norweger Audun Carlsen ausgeübt haben soll. Der Sänger soll damals jeden Tag 400 Britische Pfund für Heroin ausgegeben und so viel Drogen genommen haben, dass er dem Tode nah war. Boy George sagt, dass er damals „zu high war, um es zu merken“.

Boy George spricht über seine Taten

„Ich habe mich selbst ins Gefängnis geschickt. Ich erzählte der Polizei, warum ich getan habe, was ich tat. Rückblickend hatte ich eine psychotische Episode. Ich war drogenabhängig und kann hier jetzt nicht sitzen und erklären, dass meine Gründe in irgendeiner Form berechtigt waren. Aber ich erzählte die Wahrheit, ich sagte ‚Das ist es, was ich getan habe. Ich hatte eine paranoide Episode‘. Ich habe immer geleugnet, den Typen geschlagen zu haben.“

Audun Carlsen besuchte im April 2007 Boy George für einen Nackt-Fototermin. Als George angeblich dachte, Carlsen wolle seinen Computer hacken, fesselte er ihn und schlug mit einer Metallstange auf ihn ein. Carlsen gelang es später, sich zu befreien. Er rannte dann auf die Straße und rief um Hilfe. Boy George hat sich bis heute nicht bei ihm entschuldigt und das für ihn aus gutem Grund:

„Ich denke nicht, dass es einen Unterschied machen würde. Ich hatte immer das Gefühl, es sei würdevoll, nicht darüber zu sprechen. Ich habe die Verantwortung für alles übernommen, aber auf meine Art.“

Freunde wandten sich von ihm ab

Als Boy George im Gefängnis saß, wandten sich viele Freunde von ihm ab, die Zeit hinter Gittern nutzte der 55-Jährige, um clean zu werden:

„Als ich im Gefängnis saß, haben mich viele meiner Freunde einfach abgeschrieben. Aber Stephen Fry schrieb mir. Es war sehr demütigend. Clean zu werden war das Beste, was mir passiert ist.“


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