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Brian Molko von Placebo: ‚Streamingseiten machen Geld auf Kosten anderer‘

Placebo-Sänger Brian Molko teilt die Bedenken von Thom Yorke und Nigel Godrich, was Streamingdienste wie Spotify angeht. In einem Interview mit Music Week sagte Molko, er begreife nicht wie man sein gesamtes musikalisches Schaffen für so wenig Geld zur Verfügung stellen könne.

„Ich sehe kein Problem darin, Singles darauf [auf Spotify] hochzuladen, denn sie sind sowieso im Radio und die Leute können sie von dort mitschneiden. Aber ich sehe nicht den Sinn, wirklich gute digitale Rechte deiner Plattenfirma feilzubieten, nur damit man all deine Musik auf Streamingseiten stellen kann“, urteilte Molko.

Seine Einwürfe schlagen in eine ähnliche Kerbe wie jene von Thom Yorke und Nigel Godrich. Diese hatten aus Protest das Atoms-For-Peace-Album „Amok“, Yorkes Soloalbum „The Eraser“ sowie Werke von Godrichs Band Ultraista aus den Katalogen von Spotify entfernt. Damit wollten die Musiker sich mit jungen Künstlern solidarisieren, die ihrer Meinung nach von Streamingseiten zu wenig Geld  erhielten und gegenüber großen Labels tendenziell benachteiligt würden. Spotify reagierte mit einer Stellungnahme und verwies dabei auf positiv stimmende Zahlen.

Brian Molko sieht die Dienste dennoch negativ: „Ich denke nicht, dass sie helfen Piraterie zu bekämpfen oder einen Service zu schaffen, der gut für die Musikindustrie und für neue Bands ist. Sie sind bloß daran interessiert Geld zu machen – auf die Kosten anderer. Von ihrer Seite aus basiert das alles auf reinem Profit-Denken“, so Molko.

Das neue Album seiner Band wird übrigens im September erscheinen. Ob man das ‚LOUD LIKE LOVE‘ betitelte Placebo-Werk dann auch auf den Streaming-Portalen findet wird, ist äußerst fraglich. Die erste Single „Too Many Friends“ findet man zum Beispiel hier:


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