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C&A nimmt Kinderpullover im Neonazi-Look aus dem Sortiment

Nicht zum ersten Mal geraten große Modekonzerne aufgrund fragwürdiger Aufdrucke in die Kritik – auch das belgische Bekleidungsunternehmen C&A hat jetzt für einen Skandal gesorgt, und das ausgerechnet mit einem Pullover für Kinder.

Ein Twitter-Nutzer hatte das Unternehmen am 4. Oktober darauf aufmerksam gemacht und mit den folgenden Worten um Aufklärung gebeten: „Hallo @ca_europe Könnt Ihr uns vielleicht erklären, wieso ihr euch für Kinderbekleidung von einem Neonazi-Label habt inspirieren lassen (,Division Germania‘) habt? Ist das Zufall oder Kalkül?“

Tatsächlich ist auf dem Pullover für 15 Euro ein ähnlicher Schriftzug zu sehen:

Pullover soll aus dem Sortiment verschwinden

C&A reagierte auf relativ zügig auf die Kritik – nach etwa einem Tag antworteten Social-Media-Verantwortliche: „C&A steht in keiner Beziehung zu dieser Gruppe. Die Ähnlichkeit des Schriftzugs war uns nicht bewusst und keinesfalls beabsichtigt. C&A positioniert sich klar gegen Rassismus. Wir werden das Sweatshirt umgehend aus unserem Sortiment nehmen. Bitte entschuldige diesen Fehler.“

Als Division bezeichnet man einen militärischen Großverband aus Soldaten – der Begriff ist in der rechten Szene weitverbreitet. Laut der „taz“ nehme das Unternehmen den Vorfall zum Anlass, „die Design-, Schulungs- und Freigabeprozesse noch mal zu überprüfen.“

Design-Entgleisungen anderer Modeunternehmen

Anfang 2018 machte H&M Negativschlagzeilen, weil das Unternehmen einen afroamerikanischen Jungen zu Werbezwecken in einen Pullover mit der Aufschrift „Coolest Monkey in the Jungle“ steckte. Auch Zara hat bereits mehrfach daneben gelegen – 2007 mit einer Handtasche mit Hakenkreuz-Aufdruck sowie 2014 mit einem gestreiften Kinderhemd, auf dem in Brusthöhe ein gelber Stern angebracht war und das somit an KZ-Häftlingskleidung erinnerte.

 


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