Carl Barât endlich mit erstem Soloalbum


von

Anders als sein früherer Bandkollege Pete Doherty träumt Carl Barât nicht von „Grace“. Sein Debüt ist schlicht self-titled. Glaubt man vollmundigen Plattenfirmenankündigungen, so ist „Carl Barât“ ein Album, das vor Opulenz und Kreativität nur so strotzt. Zusätzlich kommt am 30. September sein Buch mit dem schönen Titel „Threepenny Memoir“ heraus.

Doch ach, wie schmerzlich wird man als in den 00er Jahren musikalisch Sozialisierter die Stimme von Pete Doherty vermissen, wenn er mit suizidaler Überdrehtheit in die Refrains mit einfällt. Das werden keine tausend Babyshambles und Dirty Pretty Thing, keine Dohertys und Barâts jemals ersetzen können. Wer Spaß an einer sentimentalen Erinnerungsreise hat, sollte sich noch Karten für die Libertines-Konzerte beim Reading und Leeds Festival Ende August besorgen und ab auf die Insel düsen.

Carl Barât live mit „Can’t Stand Me Now“ vom zeiten Libertines-Album: