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Charlie Sheens Arzt behauptet, HIV mit arthritischer Ziegenmilch heilen zu können


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Wenn Menschen krank sind, neigen sie oft dazu, nach jedwedem Strohhalm zu greifen, der Heilung verspricht. Leider handelt es sich dabei nur allzu oft um leere Versprechungen, wie nun auch Charlie Sheen feststellen musste.

Der Schauspieler unterzog sich bei Samir Chachoua einer Alternativ-Behandlung im Kampf gegen seine HIV-Infektion. Der Mediziner behauptet, dass arthritische Ziegenmilch der Schlüssel zum Erfolg ist.

Nach dem Misslingen dieses Therapieansatzes greift Sheen inzwischen wieder auf konventionelle Mittel zurück.

Hätte er sich näher mit Chachouas skurriler Theorie befasst, wären ihm dieser Misserfolg – und vermutlich auch jede Menge Geld erspart geblieben.

Chachoua, der aktuell versucht, seinen Ruf wiederherzustellen, warf bei „Real Time with Bill Maher“ mit wilden Aussagen um sich und erklärte arthritische Ziegenmilch als DAS Heilmittel.

Als Beweis für seine Überzeugung injizierte er sich angeblich sogar Blut Sheens, um die Wirkung am eigenen Leibe vorzuführen.

Allerdings beginnen bereits hier die Brüche in seiner Glaubwürdigkeit. So sind die Chancen, dass der Arzt tatsächlich auch das HIV-Virus in sich trägt, eher gering. Eine Übertragung hätte die Injektion mehrerer vollen Blut-Einheiten bedurft.

Zudem stammen sowohl HIV als auch das Virus, welches für eine arthritische Erkrankung bei Ziegen verantwortlich ist, aus der selben Virus-Familie. Dadurch ist es möglich, dass Menschen, die mit der Ziegenerkrankung in Berührung kommen, fälschlicherweise einen positiven HIV-Test ablegen.

Chachouas Theorie beruht auf der Annahme, dass eine Immunität gegen das Ziegenvirus parallel die gleiche Wirkung bei HIV hervorruft.

Solche Kreuzreaktionen sind jedoch im medizinischen Bereich mehr als kontrovers und konnten bisher nur an wenigen Fällen gezeigt werden.

Demzufolge fußt die Behandlung Chachouas auf mehr als unsicherem Grund.


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