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Blackout Tuesday

Chic und Nile Rodgers live in London: Konzert und Single für den toten Freund

Sein Ruf eilt Nile Rodgers voraus. Seit Jahrzehnten werden Chic ganz eng mit der Entstehung des Disco-Sounds verbunden; und trotzdem war es nicht immer so, dass Rodgers als der Songwriter, Produzent und Ausnahmegitarrist gesehen wurde, der all diese Hits schrieb, und zwar nicht nur für Madonna, Diana Ross und Sister Sledge, sondern auch noch für David Bowie, die B-52s und Duran Duran. Erst 2013 schien sich das zu ändern, als „Get Lucky“ von Daft Punk Rodgers‘ unglaublich funkige Gitarren-Licks in alle Welt schleuderte. Der Auftritt von Chic beim letztjährigen Glastonbury Festival war einer live im britischen Fernsehen übertragen worden und jeder konnte sehen, dass Nile Rodgers stolz den Besitz von (und das Aufführungsrecht an) allen diesen Songs proklamierte: von nun an ging es bei einem Chic-Konzert nicht mehr nur um Chic.

Bei einem mit „Chic featuring Nile Rodgers“ überschriebenen Gig kann man nun also eine schier unglaubliche Auswahl an Hits erwarten, die ihren Anfang bei „Everybody Dance“ nehmen, einen ersten Höhepunkt bei einer extralangen Version von „Good Times“ erleben, in die Schnipsel von „Rapper’s Delight“ der Sugarhill Gang eingestreut sind. Und genau so eine fantastische Show bekamen wir auch im Londoner Roundhouse geboten, als beim Finale Zuschauer mit der Band auf der Bühne tanzen durften (die Security hatte alle Hände voll zu tun, die ganzen hübschen Blondinen nach oben zu holen) und aus dem Konzert eine gigantische Discoparty wurde.

Als Nile Rodgers auf der Bühne erschien – breit lächelnd und in seinem persil-weißen Anzug –, bekamen wir jedoch keinen Klassiker, sondern etwas Neues zu hören ­– und alles auf eine Videowand projiziert.

„Ich werde das mit euch gemeinsam anschauen; ich hab das auch noch nicht auf der großen Leinwand gesehen“, sagte Rodgers, als Chics brandneues Video (mit dem sich in Dessous räkelnden Supermodel Karlie Kloss) hinter ihm auf die Wand geworfen wurde. Auch wenn man den Song noch nie gehört hat, kommt er einem sofort bekannt vor, versammelt er doch Tonspuren aller Originalmitglieder der Chic Organisation in einem knisternden Disco-Funk-Track, mitproduziert vom House-Duo Martinez Brothers. „Dies ist ein ganz besonderer Tag“, verkündet Rodgers. Zwar hat er schon mit einigen der größten Stars auf diesem Planeten zusammengearbeitet, doch schien er am Freitagabend in London mit noch größeren und gewichtigeren Himmelskörpern im Bunde, hatte er sich doch ausgerechnet den Tag der Sonnenfinsternis und der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche ausgesucht, um für den kommenden Juli das Erscheinen von „It’s About Time“ anzukündigen, dem ersten Chic-Album seit 1992.



Diana Ross kannte homosexuelle Bedeutung von „I'm Coming Out“ nicht

Diana Ross soll nicht um die Bedeutung ihres Welthits „I'm Coming Out“ aus dem Jahr 1980 gewusst haben - zumindest wenn man den Worten von Chic-Gründer Nile Rodgers, der das Lied einst mitproduzierte, Glauben schenken darf. So sei der Supremes-Sängerin damals nicht bewusst gewesen, dass es bei dem Song insgeheim um ein homosexuelles Outing ging. In einem Interview mit der „New York Post“ erzählte der Musikproduzent von seiner Zusammenarbeit mit der Motown-Sängerin sowie seinem Chic-Kollegen Bernard Edwards. Gemeinsam hatten sie Ross' legendäres Album „Diana“ produziert, was mit Hits wie „Upside Down“ oder auch dem ebenso populären „I'm Coming Out“ zu…
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