Christian Ulmen wegen „virtueller Vergewaltigung“ angezeigt
Collien Fernandes hat ihren Ex-Mann schwer beschuldigt. Die Rede ist von Identitätsmissbrauch und einem sexuellen Fetisch.
Die Schauspielerin Collien Fernandes erhebt laut einem Bericht des „Spiegel“ schwerwiegende Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Ehemann Christian Ulmen.
Im Zentrum steht eine Anzeige, die Fernandes in Spanien eingereicht haben soll und in der sie unter anderem von „virtueller Vergewaltigung“ spricht.
Dem Bericht zufolge liegt seit Ende 2025 ein umfangreicher Schriftsatz beim zuständigen Gericht in Palma de Mallorca vor, wo Fernandes lebt. Darin schildert die 44-Jährige, über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren Opfer systematischen Identitätsmissbrauchs im Internet geworden zu sein.
Unbekannte hätten demnach in sozialen Netzwerken Profile in ihrem Namen erstellt, Kontakt zu Männern aufgenommen und diese in Gespräche mit sexualisiertem Inhalt verwickelt. In diesem Zusammenhang seien auch pornografische Inhalte verbreitet worden, in denen Frauen zu sehen gewesen sein sollen, die ihr äußerlich stark ähneln. Wahrscheinlich erstellt mit einem Programm.
Zunächst Internet-Piraten hinter den Taten vermutet
Zunächst sei Fernandes davon ausgegangen, dass es sich um Taten anonymer Dritter handele, und habe im November 2024 in Berlin Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Im weiteren Verlauf habe sich ihr Verdacht laut eigener Darstellung jedoch auf ihren persönlichen Umkreis gerichtet.
Wie der „Spiegel“ berichtet, soll es am 25. Dezember 2024 zu einer entscheidenden Wendung gekommen sein. Fernandes zufolge habe ihr Ex-Partner in einem Gespräch eingeräumt, für die Aktivitäten verantwortlich zu sein. Sie beschreibt diesen Moment rückblickend als tiefen Schock.
Collien Fernandes unter Schock
In späterer Kommunikation habe Fernandes ihrem Ex-Mann schwere Vorwürfe gemacht und den Begriff der „virtuellen Vergewaltigung“ verwendet, um die erlebten Vorgänge zu beschreiben. Im September 2025 gab das Paar die Trennung bekannt. Konkrete Gründe dafür wurden nicht öffentlich.
Der „Spiegel“ berichtet zudem über eine E-Mail, in der Ulmen gegenüber einem Strafverteidiger einen persönlichen Hintergrund für das mutmaßliche Verhalten geschildert haben soll. Darin sei von einem „sexuellen Fetisch“ die Rede sowie davon, wiederholt gefälschte Profile im Namen seiner damaligen Ehefrau erstellt zu haben, über die es zu entsprechenden Online-Interaktionen gekommen sei.
Das zuständige Gericht in Palma de Mallorca hat den Angaben zufolge erst einmal Vorermittlungen aufgenommen. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit noch offen. Fernandes, die inzwischen ohne den Namen ihres Ex-Mannes auftritt, hatte zuletzt öfter von negativen Erfahrungen mit Männern beim Online-Dating berichtet. Inzwischen engagiert sie sich auch mit Initiativen dafür, dass sexuelle Belästigung im digitalen Raum juristisch stärker sanktioniert wird. Christian Ulmen hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt, wie stets in solchen Fällen, die Unschuldsvermutung.