Influencer kritisiert Collien Fernandes: „Ein Kind sollte sowas nicht lesen“

Ein Influencer stellt Collien Fernandes eine unbequeme Frage: Was denkt ihre Tochter über die öffentlichen Vorwürfe gegen Christian Ulmen? Die Reaktion folgte prompt.

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Mit drastischen Worten hatte Collien Fernandes ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen auf Instagram kritisiert: „Was er mir gegenüber gestanden hat: Er habe einen sexuellen Fetisch entwickelt, mit dem er nicht mehr aufhören konnte. Einen Degradierungsfetisch. Es macht ihn geil, mich zu erniedrigen und mich auf eine Art in meinem beruflichen Umfeld zu präsentieren, von der er wusste, dass ich sie schrecklich finden würde. Das gibt ihm ein Gefühl von Macht. Macht über mich. Er hat im Laufe der letzten etwa zehn Jahre diverse Fakeprofile unter meinem Namen auf Social Media erstellt. Er hat männliche User kontaktiert – fremde Männer ebenso wie Männer aus meinem beruflichen Umfeld. Er hat eine Geschichte verschickt, die er erotisch fand (mehr dazu in meinem Post von letztem Donnerstag). Er hat pornografische Videos und erotische Fotos verschickt.“

Und weiter: „Dabei war ihm wichtig, dass alles glaubwürdig wirkt und das Material privat anmutet – so, als hätte ich mich heimlich beim Sex gefilmt und selbst nackt aufgenommen. Er habe so unter meinem Namen mit etwa 30 Männern eine intensive Online-Affäre geführt, inklusive Telefonsex. Er hat sexuelle Treffen in Aussicht gestellt und sie kurzfristig abgesagt. Weit mehr als diese 30 Männer hat er angeschrieben – nicht jeder hat sich darauf eingelassen.“

Für ihre explizite Darstellung der Ereignisse aus ihrer Sicht erfährt Collien Fernandes in den sozialen Medien fast ausschließlich Zuspruch. Christian Ulmen selbst hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Debatte um Öffentlichkeit und Kinderschutz

Ein Influencer namens Manuel Alexander Hoffmann hat dagegen einen Kommentar auf ihrem Profil veröffentlicht, der ebenfalls zum Nachdenken anregt. Er stellt die Frage, was die gemeinsame Tochter von Collien Fernandes und Christian Ulmen von diesen Ausführungen halten könnte: „Ich bin echt auf deiner Seite und finde es gut, was du machst, aber diese grausamen Details ins Internet zu stellen, finde ich nicht richtig. Da sollten sich die Anwälte drum kümmern. Jeder weiß jetzt, was dein Exmann für ein Mensch ist, aber denk doch bitte an dein Kind. Ein Kind sollte sowas nicht lesen.“

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In dieser aufgeheizten Debatte folgte auf diesen Kommentar prompt der Konter einer anderen Followerin: „Nun Collien zu sagen, sie soll die Abgründe dieses Mannes nicht laut benennen, hat nichts – aber auch gar nichts – mit Kinderschutz zu tun, sondern verdammt wieder das Opfer zum Schweigen. Collien tut nicht nur anderen Frauen, sondern auch ihren Kindern einen riesigen Dienst. Ihre Kinder erleben gerade eine Mutter, die sich mutig und stark dem entgegensetzt, was ihr angetan wurde. Sie erleben eine Mutter, die sich auch für sie für Gerechtigkeit einsetzt. Sie erleben, dass Opfer nicht zum Schweigen verdammt sind.“

Auftritt in Hamburg mit schusssicherer Weste

Collien Fernandes ist mittlerweile zurück in Deutschland. Dort trat sie gestern – mit schusssicherer Weste – bei einer Hamburger Demo gegen Gewalt gegen Frauen auf und traf sich außerdem mit Politikerinnen, die gemeinsam mit ihr Schutzmaßnahmen für Frauen einfordern.