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„Da ist die Tür!“: Jan Böhmermann singt Protestsong – Nazis haben auf Partys nichts zu suchen

Sind Rechtspopulismus sowie fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen inzwischen gesellschaftlich wieder so akzeptiert, dass auch AfD-Politiker wie Alexander Gauland und Stephan Brandner künftig zu Events eingeladen werden? Diese Frage stellt sich Jan Böhmermann nun öffentlich mit einem Protestsong – stellvertretend für alle, die sich vor wenigen Tagen doch sehr wunderten, dass eben jene Männer kürzlich bei der Feier zum 70. Geburtstag der FAZ gesichtet wurden. Häppchen und Sekt schmeckten ihnen offenbar gut – ihr Erscheinen bei der Party dagegen nicht jedem.

Denn: Wer Mitglieder der AfD einlädt, diene Böhmermann zufolge auch als „Steigbügelhalter“ und habe es mitzuverantworten, dass rechte Gesinnung normalisiert wird. Der Satiriker schrieb daraufhin den Protestsong „Licht an! Licht an!“ gegen das Einladen von Nazis:

Mit Gitarre in den Händen, Intellektuellenbrille und hochgekrempeltem, halboffenen Hemd präsentierte er wie als Liedermacher vergangener Tage den Song live in seiner Show, um mit prägnanten Worten darauf aufmerksam zu machen, dass Nazis nichts auf einer Party zu suchen haben.

Zum Song schrieb die Redaktion des Neo Magazin Royale auf YouTube: „Wir alle kennen das: Man will einfach nur einem alten rechten Freund zum Geburtstag gratulieren und RatzFAZ steht man mit einer Akustikgitarre auf der Tanzfläche und lässt sich von Nazis beklatschen. Der arme Reinhold Beckmann kann ein Liedchen davon singen. Aber weil der Wolf Biermann unter den Fußballkommentatoren seit seinem letzten Ständchen eine kleine Auszeit als Alleinunterhalter auf den Geburtstagsfeten des Reiches genommen hat, müssen wir wohl ran und den passenden Song zur 70 Jahre FAZ-Party liefern! #ergebnisoffen“

Was Reinhold Beckmann angeht, bezieht man sich auf einen Auftritt des Moderators bei einer privaten Feier von Matthias Matussek, der seit einigen Jahren immer wieder rechtspopulistische Kommentare von sich gibt und Sympathien für die AfD und zur Reichsbürgerbewegung bekundet.

Warum Alexander Gauland zu Gast war

Vergangene Woche fand im Berliner Restaurant „Borchardt“ die Geburtstagsfeier der Frankfurter Allgemeinen Zeitung statt. Da der heutige AfD-Politiker Alexander Gauland von 1991 bis 2005 Mitgeschäftsführer der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft und Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung war – beide gehörten zur Verlagsgruppe der FAZ – konnte offenbar auch der umstrittene Politiker an jenem Abend mitfeiern.



Jan Böhmermann weiß, wer für Corona verantwortlich ist – und für Xavier Naidoo

Turbulente Zeiten für Xavier Naidoo: Wegen seines Hetze-Videos verlor er seinen Job in der DSDS-Jury und den letzten Support seiner alten Band Söhne Mannheims, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung kritisierte den Sänger („ich bin Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“) scharf, ebenso Rapper Smudo. Zu denen, die noch zu ihm halten, gehören zum Beispiel Til Schweiger und Fler. Podcast: ROLLING STONE über Seuchenfilme: Nun meldete sich auch Jan Böhmermann zur Causa Naidoo zu Wort, satirisch. In bester Verschwörungstheorie-Manier twitterte der Komiker: „CORONA: zählt mal die Buchstaben! C O R O N A = 6 Buchstaben!! Und wie viele Leute sind nach…
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