Damon Albarn erklärt Blur und Gorillaz für beendet


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Ende Februar nährten Blur mit „Under The Westway“ noch die Hoffnungen, dass ein neues Blur-Album bereits in Reichweite liegen könnte. Auch Graham Coxon unterstützte diese Vermutungen noch und erklärte in einem Interview mit dem Daily Record, dass es „definitiv ein neues Blur-Album“ geben würde. Zukunftspläne, die Damon Albarn jetzt unter den Teppich kehrte und im Interview mit dem Guardian vollständig widerlegte: So gäbe es kein neues Blur-Album, vielmehr sei nach dem Hyde Park-Gig nun endgültig Schluss. „Ich hoffe, dass das jetzt die Wahrheit ist und wir es auf diese Weise beenden“. Zwar wäre es schön, dass sie mit „Under The Westway“ noch einmal einen neuen Song aufgenommen hätten, aber weitere Aufnahmen würden nicht mehr folgen.

So lägen die Probleme bei Blur vor allem in den Aufnahmearbeiten. „Alles ist gut, wenn wir live spielen – es ist immer noch wirklich magisch – aber wenn es darum geht neue Sachen aufzunehmen und musikalische Ideen auszutauschen, wird es wirklich schwierig.“ Albarn nannte dort explizit die „Rhythmus Sektion“, also Schlagzeuger Dave Rowntree und Alex James, als Problemfaktor. Mit Graham Coxon sei es ein Leichtes, neues Material aufzunehmen.

Ob Blur diesen Plänen nun wirklich treu bleiben, stellte Albarn jedoch gleich wieder ein wenig in Frage: „Eines habe ich gelernt – und ich bin mir sicher, dass es so gut wie jedem da genauso geht: dass es immer anders kommt, als man denkt. Gerade wenn man es für sich genau geplant hat.“

Albarn erklärte ebenso, dass auch mit den Gorillaz nun Schluss sei. Nach einigen Missverständnissen mit Bandkollege Jamie Hewlett würde das Projekt nicht mehr fortgesetzt. „Ich glaube, wir haben bei der letzten Platte an einigen Punkten wirklich aneinander vorbeigeredet, was eine Schande ist. Zunächst muss dieser Knoten also wieder auseinander geknotet werden.“