Darum macht „Blade Runner“-Regisseur Denis Villeneuve alles richtig – und dreht „Dune“ statt James Bond


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Kaum ein Hollywood-Regisseur wird aktuell derart gefeiert wie Denis Villeneuve. Zu Recht: Seit seinem US-Debüt mit „Prisoners“ von 2013 macht der Frankokanadier alles richtig, seine Gewinnstrecke wurde mit „Enemy“, „Sicario“, „Arrival“ und zuletzt mit seinem spektakulären „Blade Runner 2049“ fortgesetzt.

Der 50-Jährige kann sich seine Projekte derzeit aussuchen – und steht zu seinem Wort. Denn sein aktuelles Vorhaben ist die Umsetzung von James Herberts „Dune – Der Wüstenplanet“ (erstmals 1984 verfilmt von David Lynch). Und das wird er auch nicht für ein anderes verlockendes Regieangebot verschieben. Denn die James-Bond-Produzenten würden sich wünschen, dass Villeneuve mit einem 007-Film neues Leben in die Serie einhaucht.

Auf einem Silbertablett serviert

„Ich sagte ihnen, ich würde gerne mit euch drehen und Daniel Craig, aber ich bin bereits verpflichtet. Ich würde es wirklich gerne tun, und ich weiß, ich bin derzeit etwas verwöhnt“, so der Filmemacher. „Aber ich trete nicht von meinem Engagement zurück.“

Diese strikte Arbeitsweise habe sich bislang als gut erwiesen – und seiner Karriere eben nicht geschadet. „Als ich ‚Blade Runner‘ zusagte, ließ ich mir versichern, dass ich ‚Arrival‘ zuerst machen könne.“ Beide Filme wurden Erfolge.

„Dune“ sei sein Traumprojekt. „Auf einem Silbertablett serviert. Von diesem Unterfangen träume ich seit 30 Jahren. Ich sagte sofort zu.“ Allerdings, so Villeneuve, schließe er einen Bond-Film für die Zukunft nicht aus.
Der Starttermin des nächsten James-Bond-Werks steht bereits fest: 8. November 2019. Es wird der letzte Streifen mit Daniel Craig als Geheimagent sein – nach dem enttäuschenden „Spectre“ ließ Craig sich nach langen Verhandlungen überreden, ein fünftes und finales Mal als 007 aufzutreten.

Denis Villeneuve im ROLLING-STONE-Interview: