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Das Jahr in Serie: Der große TV-Rückblick von „Homeland“ bis „Downton Abbey“


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Es war ein gutes Serienjahr, kein großes. Dafür fehlten sowohl revolutionäre Neustarts als auch sensationelle Schlusspunkte, „Breaking Bad“ ausgenommen. Aus Deutschland kam – abgesehen von der ZDF-Krimireihe „Die Chefin“ und der immer noch ordentlichen zweiten „Weissensee“-Staffel – kaum Sehenswertes. Am schlimmsten griff RTL daneben: Gleich alle drei neuen Comedyformate („Doc meets Dorf“, „Christine“, „Sekretärinnen“) wurden nach der ersten Staffel eingestellt. Und die Aussichten sind auch nicht gerade rosig. „Stromberg“ kommt jetzt ins Kino statt ins Fernsehen. Und wo bleiben eigentlich neue „Pastewka“-Folgen? „Der Dicke“ kehrt demnächst zurück, wird ohne Dieter Pfaff aber nie mehr dasselbe sein. Ein gutes Dutzend Serien, auf deren Fortsetzung man sich freuen kann, gibt es aber doch:

DAS SPANNENDSTE PAAR: „The Americans“

Der interessanteste Neuling in diesem Jahr: Das Ehepaar Jennings führt ein unscheinbares Leben in einem Washingtoner Vorort der 80er-Jahre. Die Kinder sind angemessen schwierig, die Nachbarn so nett wie spießig. Doch etwas stimmt nicht in der Idylle: In Wahrheit sind die Jennings KGB-Agenten, die schnell mal Leute umbringen, bevor sie den Abendbrottisch decken. Keri Russell und Matthew Rhys sind grandios als komplizierte Zweckgemeinschaft – ihre Zweifel, Skrupel(losigkeit) und wechselnden Loyalitäten machen die klassische Kalter-Krieg-Geschichte erst spannend. Im Februar geht es endlich weiter.

DER STÄRKSTE HELD: „Arrow“

Nach langer Zeit mal wieder eine Serie, die auf einem Comic basiert und trotzdem nicht albern wirkt. Auch wenn der Plot natürlich herrlich haarsträubend ist: Der Milliardärssohn Oliver Queen (Stephen Amell) strandet auf einer Insel, auf der es vor wilden Kreaturen und noch wilderen Typen nur so wimmelt, und kehrt Jahre später in seine Stadt zurück, um sich an allen Bösen zu rächen. Seine Mutter ist mies, seine Schwester lästig. Die Ex-Geliebte macht mit dem besten Freund rum, der Polizeichef hat ihn auf dem Kieker. Aber Queen alias Arrow ist unerbittlich: Mit Pfeil, Bogen und einem grünen Kapuzengewand zieht er herum und  stellt Verbrecher. Selten sah Gerechtigkeit so gut aus. Und wüste Kampfszenen sind ja immer am vergnüglichsten, wenn man weiß, dass der Held bestimmt überlebt – egal wie oft er vergiftet, angeschossen oder anderweitig gequält wird.



Eine kurze Geschichte der Fender Jaguar: Die E-Gitarre von Kurt Cobain und Carl Wilson

John Frusciante von den Red Hot Chili Peppers, Thurston Moore bei Sonic Youth und Blixa Bargeld bei Nick Cave and the Bad Seeds. Drei Größen der Musikgeschichte, die alle eines gemeinsam haben: Sie spielen eine Fender Jaguar. Was genau es mit dem Erfolg der E-Gitarre aus dem Hause Fender, die in den 60er-Jahren eingeführt wurde, auf sich hat, erfahren Sie hier. Vom Surfbrett gerissen Geburtsstunde der Fender Jaguar war 1962. Als großer Hoffnungsträger des Musikinstrumente-Konzerns kam die kurzhalsige E-Gitarre an der amerikanischen Westküste zur Welt, inmitten einer surfbegeisterten Kultur. Viele Bands fanden Gefallen an der Solid-Body-Gitarre aus Erlen- und Eschenholz…
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